Samstag, 26. August 2017

Zwei Splits...

Eeeiiigentlich bin ich ja gar nicht mal sooo der Freund von Splits.
Klar, es gibt ein paar echt kultige und auch sehr gute, und natürlich besitze ich auch so manche 7“, 12“ oder CD, die sich zwei Bands teilen.
(Letztens habe ich mir ja nebenbei bemerkt z.B. noch ein Exemplar der Vinylsingle gesichert, auf der mit den ‘Schwarzrasern‘ Ultha und den doomig groovenden Morast zwei der besten hiesigen Düster-/ Extrem-Metal-Bands je einen Song von Bathory covern…)
Aber. Egal.
Jedenfalls kamen diesen Monat gleich zwei raus, die ich unbedingt haben musste. Und als ich ansetzte, die eine zu bestellen, stellte ich erfreut fest die andere tatsächlich ebenfalls auch von gleicher Stelle beziehen zu können. Also bin ich gerade mal wieder ca. 35 Euro ärmer, aber um zwei Tonträgerschätzchen reicher…

 

Something old, something new, something borrowed something bl… black?!

NOOTHGRUSH / CORRUPTED
Alter vor Sch… äh, den Klassiker zuerst:



 

Und noch mal eben ein “eigentlich”: Eigentlich bin ich in der Regel auch nicht sooo der Freund von Remaster–Versionen und gänzlich überarbeiteten Aufmachungen. Aber da kann man hier mal drüber hinwegsehen.
1997 erschien jedenfalls ursprünglich diese Split als LP und (mit je einem Track pro Band mehr) auf CD und ist legendär…
Die seit einiger Zeit wieder aktiven NOOTHGRUSH aus Oakland waren damals neben Kollegen wie Grief und Dystioia Pioniere im Feld Sludge-/ Doom-/ Crust-Metal und gleiches gilt für die japanischen CORRUPTED, die im Laufe ihrer Karriere immer avantgardistischer wurden, aber zu ihren hier noch repräsentierten Anfängen international mit zu den extremsten und brachialst tiefergelegten Bands im Handbremsen-Tempo gehörten.
Mag sein, dass sowas heutzutage viele junge Bands nachäffen, aber auch wenn es EyeHateGod, Buzzov•en  oder Neurosis zu dem Zeitpunkt schon eine Weile gab und Iron Monkey gerade in den Startlöchern waren, hatte man düstere, verzweifelte Musik, die einen derart minimalistischen Ansatz mit der groben Neandertalerkeule gekloppt auf eine solche maximale Wirkung gespannt bekommt zuvor nur selten mal gehört.

Epochalst teuer ist das Original second hand im Übrigen noch nicht mal…
20 Buck Spin haben dem Ganzen allerdings zum zwanzigjährigen ein neues Artwork verpasst (das alte ist allerdings auch mehr so naja) und von Brad Boatright (Audiosiege Studio in Portland) das Mastering nachbessern lassen.  



HOWLS OF EEB / KHTHONIIK CERVIIKS
With Gangrene Edges / Voiidwarp

Und dann hätten wir hier auch noch eine aktuelle Veröffentlichung von zwei der ungewöhnlichsten und originellsten Krachmacher des zeitgenössischen Rumpel-Trve-Death-/ Black-Metal- Underground!



HOWLS OF EBB waren mir im Vorfeld zwar bereits ein Begriff gewesen, so richtig zum ersten mal bewusst gehört habe ich sie allerdings erst mit ihrer „With Gangrene Edges“ betitelten Seite dieser Split-12“. Was darauf geboten wird, klingt für mich wie eine modrige Rumpelvariante der australischen Portal oder sowas. Die Band aus San Francisco ballert sich durch so manch eher atonalen Part und irgendwie kommt’s super.
KHTHONIIK CERVIIKS setzen auf ihrer „Voidwarp“-Seite dann sogar noch einen drauf. Die Dortmunder haben die „Killing Technology“/ „Dimension Hatröss“-mäßige Schraube ihrer Gitarrenarbeit und Kompositionen noch mal weiter angezogen und liefern hier einfach nur noch völligen Wahnsinn ab. Etwas heraus sticht dabei vor allem das auch ein paar harmonisch-melodiöse Passagen auffahrende 12minuten-Songepos „Spiiral Spiire Stiigmata“, aber auch der Rest (ein weiterer langer, sehr cooler Song, Intro, Interludium, Outro...) ist einfach nur völlig irre und geil.

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