Montag, 2. Dezember 2019

Glorify Diploid!

Noch Platz für einen spät ins Rennen geschossenen Kandidaten in der Entscheidung um’s Krach-und-Geballer-Album des Jahres? Solltet Ihr unbedingt haben, denn kürzlich hauten DIPLOID ihr neues Werk "Glorify" raus.
Und schon deren 2017er "Everything Went Red" fand ich ja echt nicht schlecht, allerdings scheinen sie sich auf "Glorify" nun so richtig gefunden und zu voller Blüte entfaltet zu haben.
Die Musik des australischen Trios wurzelt im Grindcore und da ist dann die Assoziation Agoraphobic Nosebleed wohl nicht so weit, denn ähnlich wie diese versprühen auch DIPLOID eine Aura des chaotischem, während sowohl eine Männerstimme brüllt als auch eine Frauenstimme schreit und man sich genauso im Turbogang durch Hyberblast-Parts schreddert, wie durch fiese Sludge-Gangarten schleppt. Das Etikett „Blackened“ kann man dann, wenn man unbedingt muss, außerdem noch irgendwo mit dazwischen kleben, denn das Celeste-/ Rorcal-artige losrollen lassen der wuchtig-monolithischen Black-Metalcore-Megawalze beherrschen sie dann auch noch wie kaum eine andere Band.
Die experimentellen Harsh-Noise-Ingredienzien, die bei der Band seit eh und je dazugehören, haben sich dann auf "Glorify" außerdem noch stimmiger ins Ganze des, in einem Fluss durchballerndem und durchdröhnendem Materials mit eingefügt. 
Krass geiles und geil krasses Teil. Tut Euch selbst den Gefallen, das hier nicht zu verpennen.

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