Sonntag, 29. Dezember 2019

2019 in der Rückschau

Vom diesjährigen Musiknerd-Marathon sind vor allem hängengeblieben:

Kategorie Dooom'n'Dröööhn, Düster-Metal und Zäh-Sludge 


Kategorie Grind und Geballer
  • Die Rückkehr von NOSTROMO mit abermals mutiertem Stil zwischen Nasum und Meshuggah war 'ne echt große Sache für mich und das neue Mini-Album "Narrenschiff" rotierte von Frühjahr bis Herbst wirklich ohne Ende.

  • Das neue Album der australischen DIPLOID sollte man bei etwaigem Interesse an Next-Generation-Krachmachern auf jeden Fall kennen!

  • Honorable Mentions: Der Deathgrind von THEORIES, KEITZER (live immer wieder ein Fest!) oder MISERY INDEX zeigt/e die jeweiligen Bands auf Top-Niveau, aber wenn ich mal ganz ehrlich bin, habe ich derartiges 2019 zu Hause kaum hören wollen. Aus ähnlichen Gründen fielen die aktuellen EPs von ENTRAILS MASSACRE und PHOBIA, obwohl ebenfalls sehr gut, nach dem Reinhören wohl ebenfalls erstmal so ein bisschen durch's gröbere Raster.

Kategorie Noiserock-Weirdos und Post-Hardcore-Helden




Kategorie Passt in keine der oberen Kategorien wirklich, also whatever...

  • Auf keinen Fall unerwähnt bleiben darf das leicht verschrobene, über weite Strecken überraschend elektronische erste Solo-Album von KIM GORDON!

  • Wenn Ihr in Quasi-Black-Metal-Regionen und artverwandtem dieses Jahr ein besseres Album als "Emanations of Desolation" von SUN WORSHIP gehört habt, dann habt Ihr in eben jenes nicht wirklich reingehört.

  • Dass die YOUNG GODS tatsächlich noch alle Jubeljahre was raushauen, das erfreut mich sehr. Vor allem, wenn ihnen dabei noch mal so eine coole Spätwerk-Veröffentlichung wie "Data Mirage Tangram" geglückt ist. Hatte ich im Frühjahr wirklich in Dauerrotation!

  • Honorable Mentions: Das Comeback-Album von TEST DEPT und die neue SWANS sind jetzt nicht unbedingt Alben, die ich in einer Jahres-Top-10 unterbringen würde, aber beide liefen gar nicht mal so wenig. Ähnlich ist's mit ZONAL und an JAZ COLEMAN's Orchestral-Interpretationen von Killing-Joke-Songs habe ich aktuell tatsächlich ziemlich viel Freude. 


Kategorie Bumms-Tschacke-Düsch
  • GORE TECH's Variante von Drum'n'Bass, Dubstep, Breakcore u.ä. ist eine Metal-beeinflusste mit dickem Punch, dabei aber dennoch irgendwie auch minimalistisch-luftig vertikal-arrangiert und auf dem diesjährigen Langspielalbum "Geist Fibre" besonders gut und klar produziert. 
    Jahressampler-Kandidat wäre dabei vor allem der Dub-Kriecher mit Vocal-Sample 'Widow System', aber das Teil hat noch andere sehr coole Momente.

  • HOMEMADE WEAPONS' "Gravity" schlägt in eine nicht ganz so knalleffektive Kerbe und kann noch viel mehr!

  • IDEATORZ' simpel "I" betitelte, digitale Debüt-EP ist dann auch noch ein ziemlicher Knaller.

Kategorie Popsong des Jahres 

Das ist mir jetzt tatsächlich und wirklich gar kein bisschen peinlich: RAY KEITH, gigasympathisches Drum’n’Bass-Urgestein aus der ersten Welle und immer noch up to date, hat diesen Spätsommer einen selbst gesungenen Schmalzpop-Ohrwurm mit treibendem DnB-Rückgrat rausgetan, der meiner Meinung nach ganz, ganz groß ist.
In einer gerechten Welt hätten das mehr Leute bzw. Medien wahrgenommen:

Keine Kommentare:

Kommentar posten