Samstag, 13. April 2019

Ostinato, Treedeon, Noisepicker, Kölle...

Weil's so schön war, noch ein mal: Auf dem Weg vom Label-Jubiläumsfestival zum Roadburn hielt die „Exile On Mainstream Roadshow“ in Köln.
OSTINATO eröffnen den Abend ca. 20:50 im mäßig gefüllten Sonic Ballroom. Man sieht die offiziell eigentlich eh schon lange aufgelöste, nur noch sporadisch zu besonderen Anlässen auftretende Band heute zum mutmaßlich letzten mal. Der Sound ist zunächst extrem durchwachsen (die Gitarre soff anfangs regelrecht ab), aber es macht Sinn, dass der Schwerpunkt des Sets mitunter auf den etwas lauteren und kantigeren Songs liegt. OSTINATO waren und sind immer noch mit das beste, was das Stil-Etikett „Postrock“ jemals hergegeben hatte. Was man nicht oft genug betonen kann. Keine symphonische Schönmalerei in einfallslos umgesetzter Rockinstrumentierung, wie inzwischen die meisten Bands, die dieser Tage unter diesem Motto firmieren, sondern Ihre Songs entführen einen über ungewöhnliche Ideen in ein eigentümliches Paralleluniversum. Man ist fasziniert und angetan, gelegentlich schon mal fast etwas befremdet, wird über harmonische Umwege aber immer wieder abgeholt, die Reise weiter mitzugehen.
Mensch, OSTINATO, sollte das wirklich das letzte mal gewesen sein: Schön, dass es Euch gab. Schön, dass ich das dann doch einige male live erleben durfte. Danke für Eure weiteren gelegentlichen Shows trotz eigentlicher Auflösung und natürlich danke für Eure großartigen beiden Alben "Left Too Far Behind" und "Chasing The Form"!
Nach kurzer Umbaupause dann die grobe Packung punkigen Sludge-Dooms von TREEDEON. 
Bassistin Yvonne (Ex-Jingo De Lunch) und Gitarrist Arne (Ex-Ulme) teilen sich Gesang, Gebrüll und Geschrei, der Drummer scheppert kraftvoll und rabiat, der Sound dröhnt, brutzelt und sägt.
Man hat zwar hier und da bei einem Riff oder Groove schon mal das Gefühl, das eben noch in einem Song davor so ähnlich auch schon mal gehört zu haben, ansonsten macht das Ganze aber wirklich gut Bock.
Gerne bald wieder mal!

NOISEPICKER schließen ab. Und da der letzte Auftritt des britischen Duos an gleicher Stelle gerade mal ein gutes halbes Jahr her ist, verweise ich auf meine anschließende Lobhudelei zu eben diesem, anstatt mich jetzt einfach nur noch zu wiederholen.
This is how the world will end.
Es war großartig!

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