Dienstag, 11. Dezember 2018

Tippwoche: Grand Final

Nein, nicht „Finale, ohoho“, sondern der Neubeginn aus dem Ende…
Der heutige Tipp stammt von Exile on Mainstream Labelbetreiber Andreas „Kanzler“ Kohl, der sich schon im Sommer nicht nur von der Musik, sondern auch der Tonträger-Aufmachung etc. von GRAND FINAL’s "La Mort" überschwänglich begeistert zeigte.




Um nicht zu weit auszuholen muss man zumindest abhaken, dass die Ehepaar-Duoformation GRAND FINAL aus dem französischen Noiserock-Trio Dickybird hervorging, das von 1990 bis 2006 aktiv war.
GRAND FINAL’s Debüt "The Bridge" erschien daraufhin bereits 2008, ihr zweites Album "La Mort" Anfang diesen Jahres somit allerdings erst eine ganze Dekade später, im Format vier zusammengehöriger 7"-Scheiben.
 

Und "La Mort" hat es in sich! Das Album beginnt hart und knackig, stößt einen beim ersten Song gleich mal musikalisch und textlich etwas vor den Kopf und Frontfrau Doris Le Mat-Thieulen macht mit ihrer Gitarre dabei auch mitunter interessante Sachen.
Allerdings wird nach dem Eröffnungsdoppel dann auch mal direkt etwas vom Gas runtergegangen: 'Femme Fatale' hat gewissen Singer-/Songwriter- Charakter und weckt in mir außerdem so ein bisschen PJ Harvey als Assoziation, während auch das folgende 'Love Should Never Be At Fault' regelrechte Powerpop-Qualitäten hat. 
Das einfach nur großartige 'Dancing with Angels' ist daraufhin bluesig, musikalisch leicht verspielt und "spannend" arrangiert zugleich.
Dass das Album im weiteren Verlauf dann eigentlich in derartigem Terrain bleibt und die Härtegradschraube nicht wirklich noch mal anzieht (auch wenn das abschließende 'I Hate Faimily' etwas flotter rockt, in einem Paralleluniversum auch ein QOTSA-Song oder so hätte sein können und nach hintenraus auf Tanzrhythmus was versöhnlich tönendes hat) macht eigentlich nicht mal wirklich was, denn "La Mort" ist eine wirklich gelungene Sammlung von acht Rocksongs, die nicht nur was für Nerds wie mich sind, sondern durchaus auch Potenzial für eine breitere Anhängerschaft hätten!

Eine der bestimmt nicht gerade häufigen Gelegenheiten, sich GRAND FINAL live zu gönnen, wird's im Übrigen beim Exile on Mainstream Labelfest im April geben:

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