Montag, 10. Dezember 2018

Tippwoche: Distress Test

Nein, das hier hat nix mit Lottozahlen tippen zu tun und nein, ein besserer/ bescheuerterer Titel ist mir für die heute startende Blogpost-Serie tatsächlich nicht eingefallen, aber unter dem Banner "Tippwoche" werde ich jetzt eine Woche lang jeden Tag in einen mir direkt zugetragenen oder irgendwie etwas allgemeiner aufgeschnappten Tipp reinhören, der auf diesen Blogseiten bisher noch nicht stattgefunden hatte...
Heute: "Distress Test" von ORCHESTRA OF CONSTANT DISTRESS.



Schon etwas seltsam, dass mir das Teil bei Veröffentlichung im Februar irgendwie durchgegangen ist, denn eigentlich verfolg(t)e ich das Treiben des britischen Labels Riot Season Records in den letzten Jahren recht aufmerksam.
Tompa Lindberg, Frontmann u.a. von At The Gates und Disfear, sowie Kurator des diesjährigen Roadburn Festivals gewesen, wies sozialmedial dann allerdings recht begeistert darauf hin, dass ORCHESTRA OF CONSTANT DISTRESS bei der kommenden Ausgabe des Prestige-Events spielen werden.
Und die hinter ORCHESTRA OF CONSTANT DISTRESS steckenden Mitglieder sind beileibe keine Unbekannten, denn von u.a. The Skull Defekts und den Brainbombs hat man schon mal gehört.

“Just when you think something is about to happen, it doesn’t.” soll ein anderer Rezensent bereits zu "Distress Test" geschrieben haben und besser kann man es wirklich nicht ausdrücken. 
Ich nenne sowas ja auch "antiklimatisch": Das ORCHESTRA OF CONSTANT DISTRESS zieht seltsame instrumentale Krachkonstruktionen mit angekrümmten Drumbeats, atonal dröhnenden Gitarrenriffs, Feedbacks und Noise-Zusätzen hoch... die dann minutenlang auf der Stelle treten und sich nur in Nuancen thematisch weiterentwickeln.
So ein bisschen ist das ja echt wie eine kaputte Version von Glenn Branca und macht seinem Albumtitel damit auch alle Ehre. Die Frage, ob ich mir das Ganze wirklich öfter anhören will, stelle ich mir dabei allerdings ja doch trotzdem gerade...



Keine Kommentare:

Kommentar posten