Sonntag, 25. November 2018

You Won't Get What You Want? Vielleicht ja doch genau das...

Alben 2018: Ein faszinierendes Teil ist ja tatsächlich die Comeback-Scheibe der DAUGHTERS…



Und irgendwie erkenne ich ein Muster: Die früher von mir eher ignorierten DAUGHTERS - die im Laufe ihrer ursprünglichen Karriere 2002 bis 2009 das Kunststück fertig brachten, im Grindcore zu wurzeln, um über den Umweg Math-/ Post-Hardcore dann noch bei sowas wie Noiserock rauszukommen – hauen aktuell in eine Kerbe, die scheinbar total mein Ding ist:
Mehr noch als mein Lieblingsalbum des Jahres 2015, mein Lieblingsalbum des Jahres 2017 oder auch das ebenfalls sehr geschätzte, bisher letzte Album der Young Widows geht die aktuelle der DAUGHTERS in eine Richtung fiebrig-elektrisierten Noiserocks, der mich mit seinem industriell anmutendem Klirr-, Brumm- und Schepper-Sound zuweilen auch ziemlich an Cop Shoot Cop ("Ask Questions Later") erinnert.
Ein etwas entspannter pumpender Song wie 'Less Sex' klingt dann auch noch nach irgendwas zwischen dem angeschrägten Indierock der Suuns und Nine Inch Nails oder aktuelleren Neubauten. Energisch nach vorne stampfendes wie 'The Reason They Hate Me' wiederum zieht dann die Industrial-rockige Kante gleich noch mal viel stärker an.
Vieles auf dem Album könnte in mir das Bild von jemanden wecken, der während eines schlechten Drogentrips unruhig zuckend auf der Stelle rumtanzt, wären da nicht diese oft sehr narrativen Sprechgesang-Vocals mit Nachdruck, die das Ganze zusammen mit der hartkantigen Rhythm Section trotz aller surrealen Alptraumhaftigkeit des schrägen Gitarrenkrachs in der Realität verankert halten.

Egal wie man zu DAUGHTERS Prä-Reunion stand - "You Won't Get What You Want" ist ohne Frage eines der interessantesten und mitreißendsten Alben harter Gitarrenmusik des Jahres!

Keine Kommentare:

Kommentar posten