Dienstag, 18. Juli 2017

Dieser Tage raus (KW29)

AVERY BONER & THE BLONDE DICKS – The Dream Is Dead
Fragt mich jetzt bitte nicht, aus welchem Hut dieser wirre Zirkus-Punk gezaubert wurde, aber AVERY BONER & THE BLONDE DICKS sind ein ganz eigenes Kaliber, das zwei Schlagzeuger und einen Saxophonisten beinhaltet. 
Als hätte man den Weirdo-Faktor von Mr. Bungle oder Sleepytime Gorilla Museum mit der lärmigen Vehemenz früher Swans gekreuzt oder sowas.




GRIMMAGE - Lost in Paradise
Founded in 2012(…).The first songs where guitar/bass with electronic drums and theatrical voice. After creating several songs, Yannick (drums) joined the band and the direction changed from Industrial to Stoner/Doom Metal."
Das ist ja dann auch mal ’ne seltsame Entwicklungskurve. Für den wöchentlichen Fix an neuem Heavy Doom sind GRIMMAGE aus Lüneburg auf jeden Fall einen Reinhörer wert. Für den extradicken Sound sorgt mal wieder ein Mastering der Oldenburger Tonmeisterei.




NARROW LANDS – Everything’s Fine
Scheinbar ist’s eine allzu passende Randerscheinung des Noiserock-Revivals der letzten Zeit, dass in Erinnerung an AmRep-Aussies wie Lubricated Goat und Cosmic Psychos dieser Tage auch wieder ein paar energische Rock’n‘Roller und krachige Punks von down under auf sich aufmerksam machen.
NARROW LANDS tauchten gerade fast wie aus dem Nichts mit dem vergangenen Sonntag (!?) digital veröffentlichten „Everything’s Fine“ auf der Bildfläche auf und gehen mit ihrem lärmig und etwas kühl stampfenden Kram eigentlich schon am ehesten in eine No Wave/ Postpunk Richtung.




NINE INCH NAILS - Add Violence
Zugegeben sind die Zeiten, in denen ich sowas wie großer NIN-Fan war, auch schon lange vorbei. Interessieren tut’s mich trotzdem immer wieder mal, was Reznor so macht. Manchmal finde ich es nicht mehr so gut („Hesitation Marks“ – Mann, war das langweilig!), manchmal geht’s aber doch noch mehr als klar („Not the Actual Events“ – keine Großtat, aber schwerstens okay). Und so war’s wohl eigentlich auch mit How To Destroy Angels, die ja auch schon wieder in Vergessenheit geraten sind…
Diese Woche erscheint mit „Add Violence“ jedenfalls eine neue EP, mal wieder vorerst nur digital bzw. mit „Physical Compoment“ im Direktvertrieb: store-uk.nin.com/collections/music


OWLCRUSHER – s/t
"Blackened Sludge-Doom" aus Nordirland, der diese Woche scheinbar aus dem nichts auftauchte, aber sich wohl schon ewig in der Mache befand:



SLOTH – [diverse Einzeltracks]
SLOTH alias „Sloth of gulf coast Florida“ sind eine wirklich seltsame Band, die ihre Wurzeln im Sludge-Metal hat, aber im Laufe der Jahre mehr und mehr zu reinem Harsh-Noise-Kram überging, und bei der man ferner nicht mehr wirklich so genau sagen kann, was eigentlich Fiktion oder Fakt, ernstgemeint oder einfach nur noch Ulk ist.
So bezeichnen die beiden verheirateten Kernmitglieder ihren Stuff z.B. als „Vegan Black Noise“ und hauten im Verlauf dieser Woche auf Bandcamp täglich einen neuen Track raus, eigenwillige Coverartworks inkl.:
 



TAU CROSS – Pillar of Fire
Kann man auch kurzfassen: Album Nummer zwei der Band um den "Baron" der inzwischen zweifach aufgelösten Anarcho-Legende Amebix und mit Voivod’s unnachahmlichen Michel "Away" Langevin an den Drums.
Da bin ich dabei!




Last but not least:

Im Übrigen kam diese Woche auch "Landscape of Emergency" raus, das Debütalbum von COEUR ATOMIQUE, neue musikalische Spielwiese von Ex-/ Ur-Voivod-Basser "Blacky".

Das Label Art Of Propaganda hat zu Ehren eines verstorbenen Freundes eine 6-Way-Split LP veröffentlicht, zu der Asag, BÖLZER, Goatfukk, Antiversum, Deathcult und Blakk Old Blood jeweils einen exklusiven Song beigesteuert haben.
Das Teil ist auf 500 Stück limitiert und wird nur als ein Exemplar pro Besteller verkauft, mit individueller Kennzeichnung. 

Kriegt man hier: http://www.art-of-propaganda.de/shop/index.php 

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