Montag, 12. Juni 2017

„Indie Exploitation“


Der Andrang am Dortmunder U hielt sich vergangenen Samstag etwas in Grenzen, als umsonst und draußen zum „Indie Exploitation Festival“ geladen wurde.
Möglicherweise ist da in puncto Netzwerbung und daraus resultierender Mundpropaganda einfach nicht die Breite erreicht worden, die man gerne gehabt hätte.
Schade, denn gerade sowas würde ich gerne mal öfter in der Gegend haben, als die hundertste Ausgabe von irgendwas mit abgehalfterten Metal-Opas… (jaja, sagt der Typ mit mittelschweren Metalopa-Tendenzen!)

Jedenfalls war LOUIS JUCKER’s Solo-Performance als Akustikbarde mit ein paar Extra-Effekten als aufwärmende Beschallung ganz nett, um weiter hinten auf Paletten sitzend mit einem Bier in der Hand zu plaudern, die folgenden PABST waren mir persönlich ja, wenn ich mal ganz ehrlich bin, dann aber doch so einen Hauch zu sehr „Pop-Nirvana“.
HEADS wollte ich mit ihrem eher zurückgelehnten Noiserock schon immer mal sehen und irgendwie hatte ich das Gefühl, dass mich das Ganze live aufgrund der etwas (durchaus gewollten) stoischen Gleichförmigkeit nur passagenweise so sehr zu packen wusste, wie ich ihr aktuelles Album eigentlich ziemlich gut finde, aber es kann auch an meiner Tagesform gelegen haben und wie ich schon sagte: Ich find’s tatsächlich gerade im Pott recht erfrischend, vor der Haustür auch mal sowas geboten zu bekommen, denn das ist zwischen dem allgemeinen Metal-Überangebot derzeit eigentlich eher Ausnahme als Regel.
Das abschließende Abrock-Duo CLOSET DISCO QUEEN fand ich im Übrigen live ‘ne ganze Ecke stärker und kurzweiliger als es bisher von Konservenhörproben der Fall war. Das hat schon ziemlich Bock gemacht und die beiden Schweizer, bekannt auch von Coilguns oder ihrem Mitwirken bei The Ocean, machen in puncto Handwerk einfach ‘ne Menge richtig. Einziger Kritikpunkt: Die lange Zugabe war eher etwas antiklamitisch, anstatt die Schüppe drauf zu setzen, aber nu‘ ja… Meckern/ Niveau, geschenkter Gaul….
In Zukunft bitte öfter mal sowas, Dortmund!

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