Mittwoch, 28. Juni 2017

Dieser Tage raus (KW26)

Zuerst dachte ich, dass diese Woche mal Ruhe ist, aber es kommen ja doch ein paar interessante Sachen raus…

BURIAL OATH – Beyond TheVale Of Shadowlands
Das Berliner Label Vendetta hat sich in den letzten Jahren zu sowas wie einer Nummer-Eins-Anlaufstelle für „linken Black Metal“ entwickelt.
Oft sind das (sieht man von den herausragenden Ultha ab) Releases, die mir in musikalischer Hinsicht irgendwie nicht weiter auffallen, handwerklich aber dennoch ziemlich top sind.
Die Schublade ist auf, BURIAL OATH passen rein. 




LOVIATAR – s/t
Für mich persönlich ist es ja doch ein kleine Überraschung, dass aus der derzeit inflationär übervölkerten Psychedelic/ Doom Ecke tatsächlich noch Bands auftauchen, die mich irgendwie beeindrucken.
Den kanadischen LOVIATAR gelingt das damit, gleichermaßen schon mal an „Heavy Folk“ wie Wovenhand zu erinnern, eine Zuneigung zu „echtem Old School Metal“ durchschimmern zu lassen, mit einer sehr klaren Soundästhetik auch noch was „postrockig-modernes“ zu haben und sich dann auch noch eine „Neunziger im besten Sinne (Alice In Chains, Kyuss, Tool, …)“-Schlagseite andichten lassen zu können… das alles allerdings äußerst homogen.
Ferner ist die Rhythmusarbeit echt knackig und die etwas verstrahlt-nöligen Vocals passen ziemlich gut dazu.
Chapeau!




OLDE WOLRDE NUDISTS - Ghost Pimp 2000
Und noch mal Doom-Eigenbrödler aus Kanada, die mit sludgeigem Sound und Groove, traditionellen Vibes, psychedelischen Ausflügen, zusätzlichen Instrumenten wie Keys und Flöte, sowie geteiltem Mann-/Frau-Gesang vielleicht ein bisschen viel auf ein mal wollen, aber uninteressant ist das Ganze nicht: 



PUBLIC ENEMY - Nothing Is Quick In The Desert
30 Jahre nach ihrem Debüt gibt’s „solange der Vorrat reicht“ (denn da gibt es bei Bandcamp Begrenzungen) das neue Album der wegweisenden „solche gibt’s heute gar nicht mehr“-Hip-Hop-Urgesteine zum Gratisdownload!
„It Takes a Nation of Millions to Hold Us Back“ ist natürlich ein unsterblicher Klassiker, es waren allerdings vor allem „Fear of a Black Planet“ und „Apocalypse 91... The Enemy Strikes Black”, die von damals über die Jahre immer wieder mal bei mir rotierten, u.a. auch weil der Hip Hop, den Chuck D., Flavor Flav und Terminator X damals gemacht haben durchaus auch seine noisygen Qualitäten hatte. Und an dieser Stelle muss man tatsächlich auch noch mal einen Shoutout an Anthrax machen (…).
Natürlich ist die Band heutzutage glatter und ich bin eigentlich eher zu Dälek und Death Grips weitergezogen, aber als ich „Nothing Is Quick In The Desert“ mal so nebenbei habe durchlaufen lassen, gefiel es mir echt sogar ganz gut!




VASARI - Starbound
Etwas, das nicht nur beim Zeitgeister-Label erscheint, sondern dann auch noch mit musikalischer und weiterer Unterstützung von Valborg-Mitgliedern entstand, hat zwangsläufig meine Aufmerksamkeit…
VASARI ist sowas wie das Soloprojekt des Duisburgers Matin Vasari, der sich hier seiner Vision von „Epic Metal“ (Crimson Glory, Virgin Steele, Manilla Road, Bathory…) und Einflüssen von Frühneunziger-Peaceville-Bands wie Anathema verschreibt. 


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