Dienstag, 13. Juni 2017

Dieser Tage raus (KW24)

ARCADEA – s/t 
Es gab bestimmt Zeiten, in denen mich eine Musikpresse-Meldung a la „Mastodon-Wunderschlagzeuger macht gemeinsame Sache mit Keyboardspielern: Das spaceige, auch etwas "nintendocoreige" Album kommt über Relapse“ deutlicher hätte aufhorchen lassen als 2017. 
Aber ganz witzig isses dann ja irgendwie doch: 



CAVERNLIGHT - As We Cup Our Hands and Drink From the Stream of Our Ache
Scheint, als werden CAVERNLIGHT allgemein mehr so ein bisschen in die Sludge-/ Drone-Doom-/ Post-Metal-Ecke gesteckt, aber ich höre da ehrlich gesagt fast schon etwas mehr Nähe zu Funeral Doom und Black Metal raus, was dann auch noch mit Dark-Ambient-Versatzstücken zusammengeschmolzen wird.
Muss ich dieser Tage in der richtigen Stimmung für sein, denn das inflationäre Angebot an schleppendem Metal der letzten Zeit übersteigt meine persönliche Nachfrage inzwischen bei weitem, aber was ich bisher von „ As We Cup Our Hands...“ gehört habe ist schon ziemlich vielversprechend!




DEPHOSPHORUS – Impossible Orbits
Das griechische Trio lärmt schroff, fies, teils atonal nach vorne, baut dabei allerdings auch ohne Ende dunkle Atmosphäre auf“ schrieb ich selbst nichtssagend-abgedroschen im September 2013, als ich die Band gerade für mich entdeckt hatte.
Und DEPHOSPHORUS sind nach wie vor eine interessante und ungewöhnliche Grindcore-/ Extrem-Metal-Band, die schon mit ihrem letzten Album zu einer ziemlichen Eigenmarke reifte und bereit für den nächsten Schritt ist.
Die Vinyl-Version des neuen Albums „Impossible Orbits“ ist noch nicht so weit, wird aber im Laufe des Jahres wohl auch noch erscheinen. Bis dahin aber schon mal u.a. via Bandcamp:




FALSE GRAILS - Privilege and Consequence
Ich verkneife mir hier jetzt dann doch mal alle Sabbath- und Napalm-Klischees, wenn’s um Birmingham geht, denn dort kommen auch FALSE GRAILS her.
Jene verstehen sich als Post-Punk-Band, was in diesem Fall aber deutlicher zum „Post-Hardcore/ Punk“ oder Noiserock tendiert als in die Goth-Regionen, die man mit diesem Begriff ebenfalls assoziiert.
Und das kommt gar nicht mal so schlecht!




JOANNE POLLOCK - Stranger
Keine Ahnung, was genau JOANNE POLLOCK, in elektronischer (Dream-)Popmusik verankert, eigentlich genau sonst noch so mit Aaron Funk alias Venetian Snares zu tun hat, aber gemeinsam haben die beiden ja auch noch eine Band namens Poemss.
Über Funk’s Label Timesig erscheint nun außerdem das Solo-Langspieldebüt von Pollock:




USA NAILS – Shame Spiral
Das 2014er Langspieldebüt der britischen USA NAILS habe ich ja neulich tatsächlich aus meinem Lieblingsplattenladen mit nach Hause genommen. Und jenes ist so eine LP, für die ich in der richtigen Tagesform sein muss, denn auch wenn die Band mit ihren recht dissonant neben der Spur schraddelnden Noiserock-Songs durchaus einen gern stimulierten Nerv von mir trifft, neigt sie dabei dann ja dennoch ganz schön weit in die sehr Indie-/ Punk-lastigen Gefilden des Genres, die bei mir nicht in jeder Stimmungslage funktionieren und man sollte die Band-seitig schon mal zu Protokoll gegebenen Einflüsse aus „Krautrock“ und „No Wave“ dabei jetzt auch nicht überbewerten.
Auch wenn das jetzt zugegeben eher etwas verhalten rüberkam, sind USA NAILS ‘ne echt schnafte Angelgenheut und ich war durchaus gespannt, wie die digital schon seit ‘ner Woche erhältliche neue so ist, die über das tolle Londoner Label Hominid Sounds und die französischen Big Out Records rauskommt:




WHITE SUNS - Psychic Drift
Wer „Noise/ Industrial“ im Sinne von Wolf Eyes, Pharmakon, Puce Mary, Ramleh, Throbbing Gristle, ganz frühen Neubauten und co. mag, der sollte auf jeden Fall mal in WHITE SUNS' neues Album „Psychic Drift“ reinhören, das diese Woche über The Flenser erscheint:
 



Außerdem:
LLNN / WOVOKA - Marks Traces
Und bei Pelagic Records kommt diese Woche eine Split der dänischen LLNN, die ich durchaus schätze, und der mir bisher noch unbekannten Belgier WOVOKA raus.
Bei Bandcamp o.ä. ist davon bisher noch nichts aufgeschlagen, aber es gibt immerhin einen offiziellen Komplettstream via Youtube:




Und bei Metal Blade Records erscheinen im Übrigen neue Alben von TOMBS und IGORR.

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