Dienstag, 2. Mai 2017

Dieser Tage raus (KW18)

Neue Woche, neuer Lärm!

FULL OF HELL - Trumpeting Ecstasy
Was FTH meiner Ansicht nach interessant macht ist die Tatsache, dass sie mit jugendlicher Energie stilistisch etwas unentschlossen zwischen straightem Deathgrind, ‘ner irgendwie metalcoreigen Kante und einem Hauch von experimentellen Charakter unterwegs sind, der ihnen schließlich schon eine Kollaboration mit Merzbow bescherte und immerhin auch mal einen Melvins-Coversong abwarf. 

Das wiederum ist dann aber eigentlich auch schon alles…



OXBOW - Thin Black Duke
Ich sach’s jetzt mal ganz offen: Irgendwie hatte ich von der neuen OXBOW wohl ein bisschen mehr erwartet. OXBOW waren, sind und bleiben ohne Frage eine faszinierende Band, die in ihrer seit bereits Ende der 80er aktiven Gänze auch irgendwie nicht ganz so einfach komplett zu „fassen“ ist, aber nach dem, was ich von „An Evil Heat“ (2002) und vor allem „The Narcotic Story“ (2007) gewohnt war, hatte ich beim zehn Jahre später kommenden neuen Album wohl irgendwie doch ein bisschen mehr erwartet.
Die Truppe um Ausnahmefrontmann Eugene Robinson ist auf „Thin Black Duke“ in ihrer Mischung aus Blues, Noiserock, Doom, aber eben auch Jazz- und Neoklassik-.Elementen noch mal ein Stück weiter an letztere gerutscht.
Natürlich muss das nicht per se was schlechtes sein und der alte Sack, der ich inzwischen bin, neigt auch langsam immer mehr zur Hochkultur als zu AJZ-Krach (nicht wirklich), aber irgendwie werde ich nach den bisherigen Höreindrücken von „Thin Black Duke“ das Gefühl nicht los, was anderes und umhauenderes erwartet zu haben…



TOMAGA - Greetings From The Bitter End
Dieses Londoner Duo ist u.a. Teil von Thurston Moore’s The Can Project, experimentiert als TOMAGA allerdings schon eine Weile mit Minimalismus, Krach und Psychedelik.  
Ihre neue EP via Kaya Kaya Records klingt bisher recht vielversprechend:



VISCERA/// - 3 | Release Yourself Through Desperate Rituals
Trotz des sperrigen Namens/ Albumtitels und wohl auch durchaus ziemlichen Ambitionen sind VISCERA/// trotzdem eine relativ griffige Band zwischen (Black) Metal, Hardcore und einer Brise Prog/ Psychedelic. Und scheinbar bekommen sie aktuell auch schon einiges an internationaler Aufmerksamkeit, was ich als jemand, der sie schon in einem schlecht organisierten autonomen Wohnzimmerloch gesehen hat, nicht ganz unwitzig finde… 



WAR SCENES - Unsystematic Scheme 
Kurzfassung: Ein Berliner „Noise / Techno / Experimental“-Projekt aus dem Labeldunstkreis von Instruments of Discipline mit einem neuen Tape:



Außerdem:
...und last but not least: Bei Ván Records erscheinen diese Woche neue Alben von THE RUINS OF BERVERAST und SLAEGT. Wie von Ván gewohnt, werden diese wohl erst etwas später bei deren Bandcamp aufschlagen.TROB sind eigentlich immer interessant, von daher sind wir gespannt drauf....

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