Freitag, 17. Februar 2017

Konzert-Highlights 2016

Weil das Thema in einem anderen Zusammenhang kürzlich aufkam, lasse ich mich doch noch mal zu einer 2016 resümierenden Liste hinreißen: Meine Top 05 Konzert-Highlights des letzten Jahres (= keine Festivals, nur Clubshows!): 

[Honorable Mentions: BLACK SHAPE OF NEXUS im viel zu verräucherten AZ Wuppertal sollte das letzte mal vor ihrer Auflösung sein, die MELVINS spielten im viel zu ausverkauftem Underground Köln das grandiose Alice-Cooper-Cover „Halo Of Flies“, WIEGEDOOD & ULTHA waren in Münster trotz suboptimalem Sound absolut großartig und VOIVOD & TiT im Essener Turock läuft außer Konkurrenz...]

Platz 5.:
TRIPTYKON & VALBORG

Essen
Mal wieder das inzwischen eher seltene Vergnügen zu haben, in der guten alten Zeche Carl einzukehren, sich mal wieder von TRIPTYKON’s epischem Schlussnummerhammer „The Prolonging“ katharsisch reinigen lassen, und als Vorband dann auch noch die großartigen Unikate VALBORG obendrauf bekommen: win/ win/ win!     
Außerdem mal wieder herrliche Ansagen vom Warrior und die eine oder andere skurrile Erscheinung im Publikum. 

Ich könnt‘ das echt jeden Monat machen!

Platz 4.:
PISSED JEANS
Berlin

Eigentlich fast schon ein Skandal, wie moderat der Laden in der Weltstadt Berlin bei dieser wichtigen Band auf ihrer ersten Europatour gefüllt war.
Passenderweise hatte man kurz vorher noch die AmRep-Doku „The Color Of Noise“ geguckt, um sich an diesem Abend davon zu überzeugen, dass es auch heute noch derartige Bands gibt.
Und PISSED JEANS überzeug(t)en auf ganzer Linie. Mit ein bisschen Schalk im Nacken, aber eben auch nicht zu viel, und irgendwie eher „Normalo“ als „Rocksau“, aber gerade auch deswegen hat man das Gefühl, dass hier alles „echter“ ist als bei der Hälfte der Patronengurt-Metal-Rumpelkapellen, die sonst noch so durch die Lande ziehen...
Hoffentlich in nicht allzu weiter Ferne mal wieder!


Platz 3.:
SUMA & ZAUM
Berlin

Nach dem kiffig vernebelten Opener mit seinem Om-Stonerdoom dann der totale Komplettabriss…
Wenn man Bands, die man schon eine ganze Weile kennt und schätzt nach einiger Zeit zum ersten mal live sieht, dann kann das auch schon mal eher so semi funktionieren, weil die jugendliche Begeisterungsfähigkeit, die man einst einem älteren Album entgegengebracht hat, auf beiden Seiten schon ein bisschen Falten bekommen hat.
Doch die mit Schlachter-Intensität lärmenden SUMA übertrafen an diesem Abend meine kühnsten Erwartungen und hatten tatsächlich sogar ein bisschen was von jungen Neurosis. 


Platz 2.:
UNSANE & SOFY MAJOR
Tilburg

Extra direkt von der Arbeit nach Tilburg, NL, um das Noiserock-Herz bei diesem Paket höher schlagen zu lassen.
Anstatt noch mal was drüber zu schreiben, zeig‘ ich Euch aber einfach das hier:



Das. war. geil!

Platz 1.:
KILLING JOKE
Köln

Weder
das nachträglich in meinem Briefkasten gelandete Parkticket (35€! Fick Dich, Köln!), noch der eigentlich schon viel zu volle Laden schmälerten das Hochgefühl, das von einem gelungenen KILLING JOKE Gig nachhallt.
Motivierter und besser hatte ich die Band bisher noch nicht gesehen und jetzt mal ganz ehrlich: Bei so langlebigen alten Helden ist das dann ganz besonders erfreulich!

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