Mittwoch, 25. Januar 2017

Dieser Tage raus

Diese Woche kamen/ kommen mal wieder ein paar Neuerscheinungen, untern denen tatsächlich auch welche interessant sind:

ANWAR SADAT – Ersatz Living
Die eigenen Stil-Etikette dieser Band aus Kentucky geben lediglich „Punk“ und „Post-Punk” her, man sollte sie wegen diesem kleinen Understatement aber nicht übersehen, denn die Jungs sind Weirdorocker im allerbesten Sinne. 
„Ersatz Living” bietet etwas heterogen querschießenden, vor allem irgendwie auch an frühen Industrial bzw. Spät80er-Industrial-Rock (dabei aber eben nicht an überproduziertem Gothdisco-Quatsch) erinnernden Lärm, der herrlich schroff und irgendwie ein bisschen bescheuert ist. 

Throbbing Gristle als Rocksong-Version? Die Young Gods auf aggro? Wann andermal klingt's dann doch wieder eher wie Bauhaus? Weird!  
Aber ich finds ganz schön cool!



AU CHAMP DES MORTS - Dans La Joie
Das Label Debemur Morti Productions ist ja irgendwie längst schon auch sowas wie ‘ne Stilbezeichnung für typisch-französischen Avantgarde-Black-Metal.
Genau solchen machen auch AU CHAMP DES MORTS, neigen dabei aber deutlicher zu Doom Metal und Gothrock als zu ganz weit raus gehendem Kram à la BaN, DsO und co. …
Und das kommt durchaus gar nicht mal sooo schlecht!



GATES - Viscrea
Instrumental-Musik zwischen „Drone-Jazz“ und dissonantem Rumpel-Black Metal? Caspar Brötzmann in düster? Nicoffeine meets Aluk Todolo oder so?
Her damit! Einfach nur her damit!
Hier ein Song bei Soundcloud:



Und erfahrungsgemäß im Laufe des kommenden Freitag Nachmittags dann auch noch komplett beim Label-Bandcamp: utechrecords.bandcamp.com


JOAN OF ARC - He's Got The Whole This Land Is Your Land In His Hands
Kam eigentlich schon letzten Freitag raus: Wer angeschrägt-kauzigen Indie-/ Math-/ Noiserock mit seltsam-wohliger Note mag, der eher irgendwas zwischen Tortoise und ungeniert-ironischem Pullunder-Pop ist als dass er „Rawk’n’Roll“ sein will, der kennt JOAN OF ARC vermutlich eh schon.
Ich persönlich muss mir das zugegeben nicht wirklich öfter anhören, fands bei zufälligem Kontakt kürzlich aber trotzdem irgendwie neckisch genug, um es mal teilen zu wollen:



UNIFORM - Wake in Fright
Gitarrist, Sänger und Drumcomputer. Industrial-Punk zwischen dem harschen Minimalismus von Big Black und dem unbarmherzigen Presslufthammergestampfe früherer Ministry? Joah, so ungefähr könnte man das wohl eintüten:



v.a. - 
Escape to Weird Mountain Volume 2
Offiziell kommenden Montag erscheint (auf CD) die "Escape to Weird Mountain Volume 2" Compilation von Forbidden Place Records aus Denver, Colorado. Bei Bandcamp gibt’s das Teil schon jetzt komplett zu hören und als Download.
Einen Großteil der Bands davon kenne ich bisher selbst nicht, aber Namen wie Sex Funeral sind schon mal recht vielversprechend.
Bei den vertretenden Nostromo wird es sich, bevor mir hier einer Hoffnungen kriegt, im Übrigen nicht um die Schweizer Grindcore-Unikate handeln, dafür tönen aber auch diese Nostromo dem ersten Anzappen nach nicht schlecht….

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