Samstag, 24. Dezember 2016

Adventskalender 24: Neurosis - Fires Within Fires

Für Heiligabend passt dieses Album langjähriger Helden ganz gut, die ja schon immer irgendwie eine „spirituelle“ Kante hatten…



Die ganze Geschichte? Naja, vielleicht mal nicht die ganze, aber trotzdem gerne mal ein bisschen mehr dazu: NEUROSIS waren in den Neunzigern immer so ein bisschen diese eine Band, die anders als alle anderen ist. Ich könnte jetzt auch sowas floskelhaftes wie „zu Hardcore und altermativ für viele Metaller, zu hart und Avantgarde für die gen Mainstream schielende Alternative-Szene und zu ambitioniert für so manchen Punk-Versteher“ zusammenbasteln, aber NEUROSIS haben durchaus ihre Folgschaft und ihre Nische gefunden, aus der heraus sie einen großen Einfluss auf die heutige Musiklandschaft hatten.
Ihr Unterfangen, in ihrer Musik mehr Raum, mehr Dynamik, mehr Kontrast zulassen zu wollen, als es etwa bei den Lärmattacken eines Albums wie dem 1996er „Through Silver in Blood“ der Fall war, geht auf „Fires Within Fires“ voll auf.
Fand ich den Vorgänger „Honor Found in Decay“ seinerzeit ein bisschen enttäuschend, hat sich das auf dem neuen Album wieder eingerenkt, denn den aktuellen Moment in NEUROSIS‘ jüngerer Entwicklungskurve finde ich sehr gut. 

Die Discographie der Band bei der Gelegenheit an dieser Stelle noch mal genauer zu sezieren hatte ich mir eigentlich vorgenommen, bin jetzt am Jahresende und im Urlaubsmodus aber doch etwas zu faul dafür.
Aber sagen wir mal, ich persönlich finde Frühwerke wie „Souls At Zero“ und „Enemy Of The Sun“ ja genauso essenziell und großartig wie das epische „A Sun That Never Sets“, das glattere „The Eye Of Every Storm“ und auch „Given To The Rising“, als sie nix wirklich neues mehr zu sagen hatten, aber trotzdem noch mal das richtige Album zum richtigen Zeitpunkt hingekriegt haben. 

Großartige Band!

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