Samstag, 10. Dezember 2016

Adventskalender 10: Urfaust

Wenn einen Bands, die man irgendwie schon so halb abgeschrieben oder sagen wir mal zumindest sowas wie 100%ig durchschaut zu haben geglaubt hat, gelegentlich doch mal wieder überraschen, ist das was Gutes. Und URFAUST sind genau deswegen wohl vermutlich doch sowas wie eine meiner Lieblingsbands, von denen ich es mir eigentlich nicht so ganz eingestehen will…



Warum nicht? Naja, live ist das Ganze schon eine etwas vorhersehbare Sache geworden, bei der gerade Schlagzeuger „Vrdrbr“ den Poser-Faktor auch schon mal ziemlich überdreht, während man rundrum dann auch noch lauter Urfaust-Girlie-Shirts sieht… und das ist dann manchmal echt too much für die elitäre Zynikerfraktion…
Man muss allerdings echt sagen, dass URFAUST von Konserve nach wie vor eine der eigenwilligsten, kreativsten und interessantesten Bands des Metal-Undergrounds sind, die eben nicht immer wieder nur das gleiche machen.
Überraschte letztes Jahr „Apparitions“ als recht experimentelle EP, begeistert die wie aus einem Guss laufende „Empty Space Meditation“ nun homogen wie facettenreich zugleich. Trademarks verschiedener Gangarten, wie man sie schon von URFAUST kennt, und sogar noch mehr; Ambient, Doom, Black Metal, alkoholgeschwängerte Folk-Einflüsse und exotische Abenteuerlust gebündelt in einem dicht-atmosphärischen Gesamtwerk.
Ich muss es den Niederländern echt lassen: Immer, wenn ich dachte da kommt jetzt langsam vielleicht auch mal nichts überraschendes oder zwingendes mehr, tun sie es dann eben doch. 

„Empty Space Meditation“ ist ein wirklich gutes Album! 

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