Donnerstag, 8. Dezember 2016

Adventskalender 08: Agoraphobic Nosebleed - Arc

Hier hole ich jetzt mal aus: Eigentlich waren AGORAPHOBIC NOSEBLEED für mich immer so ein bisschen sowas wie der zwar nicht ganz uninteressante, dabei aber doch irgendwie eher leicht unangenehme ältere Bruder von Pig Destroyer gewesen.
Während Pig Destroyer vor allem auf „Terrifyer“ (2004) und „Phantom Limb“ (2007) total meinen Geschmack trafen, da ihr kaputter Grindcore gerade dort nicht nur Punk-Spirit versprühte und Thrash-Metal-Einflüsse offenbarte, sondern auch schwerstens mit Sludge-Gedröhn und Noise(/rock)-Schlagseiten flirtete. Nicht umsonst wurden sie von anderen Seiten auch immer wieder mal als „die Melvins des Grind“ deklariert.
Zu AGORAPHOBIC NOSEBLEED, die Band mit der Gitarrist Scott Hull auch schon vorm Schweinezerstörer aktiv war, hatte ich wiederum seit eh und je ein etwas gespaltenes Verhältnis, da mir deren Drumcomputer-Grind früher irgendwie einen Ticken zu albern war.
Was sich erstmals ein wenig mit dem 2009er Album „Agorapocalypse“ änderte, auf dem Hull mit der (auf Meshuggah zurückgehenden) Drumcomputersoftware „Drumkit From Hell“ rumspielte, was einige ganz gute Ergebnisse lieferte.
„Arc“ ist nun die erste von vier EPs, die stilistisch jeweils sehr unterschiedlich ausfallen sollen, da bei jeder jeweils eines der aktuellen ANb-Mitglieder im Mittelpunkt stehen wird.



 

Und auf „Arc“ ist das Schreierin Katherine Katz, zuvor mit der Doom-Band Salome aktiv. Jene thront hier mit ihrem mächtigen Organ über drei wuchtigen Doom-Sludge-Brocken, von denen vor allem „On Your Deathbeeeeed“ aufgrund der ohrwurmigen zweiten Hälfte (Stoner-Gedudel done right) ein gottverdammter Hit ist.
Außerdem Konserven-Drums der gelungenen Art.
Ganz schön cooles Teil!

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