Mittwoch, 16. November 2016

Suma und so (Berlinwochenende)

When in Hauptstadt…: Kommen wir ohne großen Vorreden dahin, dass ich vergangenen Samstagabend im Berliner Cassiopeia einkehrte, in dem SUMA aufspielten.


An anderer Stelle hatte ich es schon mal skizziert, analysiere aber auch gerne noch mal, was ich an SUMA besonders schätze: Andere Bands entwickeln sich häufig von kruderen Anfängen zu was gefälligerem weiter. Bei den Schweden war es bisher irgendwie genau umgekehrt, denn während ihr selbstbetiteltes Debüt noch als recht allgemeinverträglicher Stoner Rock (der durchaus etwas kräftigeren Sorte) durchging, sind sie inzwischen ein ziemlich eigenes Sludge-Metal-Monster mit Drone-Doom- und Noiserock-Schlagseiten. Geflügelte Stichworte, ja, aber sie sind ziemlich eigen.

Als Vorband standen ZAUM auf dem Programm. Und das kanadische Duo wusste mit seinem Orient-Stoner-Doom gut aufzuwärmen. Keine Offenbarung, aber dass sowohl Bühnenbild als auch Sound etwas arg vernebelt anmuteten passte ganz gut zu den verkifften Vibes ihrer Musik.

Dann SUMA. Auch wenn deren neues Album „The Order Of Things“ nicht so ganz meinen hohen Erwartungen gerecht wurde, hatte ich live dennoch großes erwartet. Und bekam es! Meine Fresse, was sind SUMA live tatsächlich für eine Macht! Allen voran der wahnsinnig-kraftvoll peitschende Drummer. Daneben könnte der Basser und Shouter glatt sowas wie eine jüngere Ausgabe von Neurosis‘ Scott Kelly sein.
Zwei mal wurde die Band vom Publikum für Zugaben zurückgepfiffen und zum Schluss gabs dann auch den monstermäßig riffenden Groove-Killer „Hypno Assassin“.
SUMA sammuram (hähä): War megageil! Verpasst die auf keinen Fall, wenn die kommendes Frühjahr am und ums Roadburn rum wiederkommen!
Ansonsten: Wat ein lahmes Thekenpersonal.

 

Am Folgeabend landete ich dann außerdem noch im SO 36, vornehmlich um mir CROWBAR mit zurückgekehrtem Ur-Basser Sex T. zu geben.
Zur Feier des Tages gab’s „All I Had I Gave“ gleich als Opener. Ganze Gig wie üblich ‘ne, äh, fette Sache.
Man munkelt zwar, dass Bandleader Kirk Windstein nicht gerade jemand ist, mit dem man hinter den Kulissen über tagesaktuelle Politthemen o.ä. reden möchte, aber solange er öffentlich vor allem so herrlich „When Planets Collide“ röhrt geht das für mich in Ordnung.
Danach gab’s dann im Übrigen auch noch OVERKILL. Wie immer ‘ne absolute Bank, auch after all those years, wenn ich jetzt mal ganz ehrlich bin aber auch nicht sooooooo sehr mein Ding.
Der Publikums-Kontrast der beiden Abende war ferner ebenfalls nicht uninteressant. So viele unironische Old-School-Vokuhila -Schnauzbart-Typen sieht man nicht mal auf ‘nem Pott-Konzert von dem Kaliber…


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