Donnerstag, 10. November 2016

Resterampe 2016 (1)

Sachen, in die ich mir eigentlich noch etwas ausführlicher reinzuhören (oder es sogar schon getan) und dann drüber zu bloggen vorgenommen hatte, was dann aber – aus welchen Gründen auch immer - doch erst mal durchs Raster fiel, kommen immer wieder mal vor.
Da aufgeschoben aber bekanntlich nicht aufgehoben ist - hier eine lose Auflistung musikbezogener Dinge, die auch noch irgendwie vom Notizzettel gestrichen werden mussten … (to be continued):

# THE DORF feat. CASPAR BRÖTZMANN + FM EINHEIT
Ich hatte davon berichtet im Dortmunder Domicil gewesen zu sein, als die dortige Hausband THE DORF (ebenfalls Stammgäste bei Jazzfestival Moers) zusammen mit CASPAR BRÖTZMANN und FM EINHEIT of Neubauten-Fame auftrat.
Von der entsprechenden Mini-Tour (neben dem Domicil fand das Ganze auch noch im Kölner Stadtgarten und dem Duisburger Grammtikoff statt) gibt es Live-Aufnahmen, die auf der CD „eviL“ (Bandcamp: thedorf.bandcamp.com/album/evil) und der 180g-Schallplatte „evyL“ veröffentlicht wurden.
(In diesem Rahmen entstand übrigens auch folgendes Interview:
tinyurl.com/zcyrrdp)
Das Ganze ist ein interessantes Beispiel dafür, was Jazz auch noch so alles sein kann und besonders „evyL“ ist mit seinen Interpretationen von Beethoven und Brötzmann‘s „Massacker“ ganz geil:




# BUZZ RODEO
„The BaWü Noiserock X-Files“, zum ersten: Der Name BUZZ RODEO blitzte dieses Jahr andauernd im Internet vor meiner Nase auf, aber es gab irgendwie immer wieder zu viel anderes, das mich davon abhielt, mal reinzuhören. Ich habe dieses Versäumnis dann jetzt mal nachgeholt.
Mit dem Ergebnis, dass „Sports“ ganz cool nach vorne rockende Musik mit herrlichen Dissonanzen enthält, die sich Freunde vom AmRep, Albini u.ä. mal zu Gemüte führen sollten:




# YASS
„The BaWü Noiserock X-Files“, zum zweiten: YASS sind ein Nebenprojekt der beiden Schwarzwälder Indie-Urgesteine TEN VOLT SHOCK und KURT. Bands, die abgesehen von vereinzelten zufälligen Live-Begegnungen zwar immer so ein bisschen an mir vorbei stattfanden, denen aber durchaus Respekt gebührt.
Bei YASS wurden nun Synthies ausgepackt, um einen Hauch von Elektro-Punk wehen zu lassen, und das kommt gar nicht so schlecht:




# PROTESTSTORM
Kurz und schmerzvoll: NASUM-Drummer Anders hat eine neue HC-/Crust-Band.
(Leider nur) Ausschnitte der Debüt-EP gibt’s (natürlich) bei Bandcamp:




# TERRIBLE AS THE DAWN
Eine Duoformation aus Portland mit schreiender Gitarristin, die sich eher von der Post-Hardcore-/ Indie-/ Emo-/ Shoegaze-Seite einem Post-Metal-Stil nähert, der dabei selbst nicht vor Grindcore-Anleihen und Dissonant-Riffing Halt macht.
Ziemlich sympathisch! Für Fans von Circle Takes The Square u.ä.:




# VODUN
So ein kleiner Hype sind VODUN ja schon irgendwie. Das Londoner Trio ist optisch ungewöhnlich, ihr Heavy-Psych-Rock (gna) hat ferner Afro-/ Soul-Elemente und setzt sich mit dem Voodoo-Image dann irgendwo zwischen Goat, Gossip und den ganzen Blues Pills/ Horisont/ Kadavar/ etc.-Kram.
Warum ihr eigentlich schon im Frühjahr veröffentlichter Longplayer „Possession“ dabei trotzdem erst im Herbst via Bandcamp und co auf meinem Radar auftauchte, das ist dann aber wohl auch so eine Frage.
Eigentlich ja nicht soooo ganz mein Style, aber die exotische Anziehungskraft der Band lässt selbst mich nicht ganz kalt, auch wenn das Album fast schon etwas zu „produziert“ klingt:




# THIS WILL DESTROY YOU
Die “Young Mountain” EP von TWDY ist ja vielleicht sogar sowas wie das Postrock-(Mini-)Album der Nuller-Jahre.
Dieser Tage erschien (CD, digital) bzw. erscheint noch (Vinyl) eine Jubiläums-Edition davon (10 Jahre ist der Label-Release alt, die ursprüngliche DIY- Veröffentlichung dabei aber eigentlich schon 11), die immerhin durch einen zuvor unveröffentlichten Track legitimiert wird, denn eigentlich gab es von dem Teil bei Magic Bullet Records über die letzten Jahre immer wieder regelmäßige Nachpressungen…
Aber wie dem auch sei, ich mag’s ja seit eh und je, vor allem wie sich „There Are Some Remedies Worse Than The Disease“ am Ende hochschaukelt:



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