Donnerstag, 3. November 2016

Keitzer, Fistula, Grime, live, Schallplatten, Wochenende, Wahnsinn, …

Vergangenes Wochenende habe ich mal wieder Konzerte besucht und möchte Euch davon erzählen:
 

Am Samstag stand die Record Release Show von KEITZER in der Baracke Münster an.
Aus dem „pünktlich“ im Internet angeschlagenen Beginn von 20:30 wurde dann ein Opener-Soundcheck von 21:30. Nuja…
Die beiden Hardcore-Punk-Rumpelkapellen NAKAM und RAVAGE FIX waren beide okay, aber jetzt auch nicht so mein Ding.
KEITZER keitzten dann zwischen elf und zwölf Uhr Songs ihres neuen Albums „Ascension“ und weitere Knaller wie ‘This Is The Only Solution‘ raus und ich muss es an dieser Stelle noch mal so sagen: Bekanntenbonus hin oder her – mich dieser Tage mit sowas wie schnörkellosem Deathgrind zu begeistern ist gar nicht so einfach, doch das straighte Gerödel von KEITZER zwischen Hyperblasts, Groove und dezent black-metallischen Anleihen hat dieses Quäntchen Eigenständigkeit und das nötige Maß an mitreißender Musikalität, das sie von vielen anderen Ballerröchel-Bands abhebt.  
Der energische Gig war dann auch entsprechend geil!
Und dank dem Stand vom „Institut für mentale Hygiene“ habe ich jetzt auch u.a. Eyehategod’s „Preaching The End-Time Message“ auf Vinyl, aber ein paar Scheine weniger…

 

Sonntag ging‘s dann auch noch in den Kölner Sonic Ballroom, wo FISTULA und GRIME aufspielten.
Letztere fingen pünktlichst um neun an und gefielen! Der Sludge-Metal der Italiener hat eine fiese Black-Metal-Kante und gerade auch das Drumming wusste mit einigen kreativen Ideen und Doublebass-Geboller zu überzeugen. Nicht schlecht!


 

FISTULA aus Ohio existieren schon seit Ende der Neunziger und sind dieser Tage aktiver than ever. Ihre letzte Veröffentlichung ist gerade mal ein halbes Jahr alt, da haben sie ihr presswerkfrisch-neues Album „The Shape Of Doom To Cumm)))“ an diesem Abend schon dabei, noch bevor man im Internet was davon wusste.
Der zwischendurch auch mal Gitarre spielende Corey Bing ist dabei aktuell anscheinend zu den Drums zurückgewechselt und Shouter Dan sieht mit seinen Gesichtstattoos auch aus der Näher irgendwie albern aus, FISTULA sind mit ihrer asozialen Mischung aus Doom-Dröhn und HC-Eruptionen allerdings die einzige Band auf Erden, die so etwas mit ähnlicher Konsequenz hinbekommt wie Eyehategod und durch frühere A.C.-Verflechtung gleich noch mal ein Spur legitimierter.


 

Natürlich ist das kein musikalisches Hexenwerk, aber der punkig nach Selbstzerstörung riechende Lärm des Ami-Quartetts lässt viele andere Sludge-Metal-Nachwuchsbands dann ja doch wie die Chorknaben aussehen, die sie dagegen tatsächlich sind. 
Neue Platte also untern Arm und gut unterhalten zurück nach Hause…


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