Donnerstag, 13. Oktober 2016

Veröffentlichungen der Woche

Gemischte Tüte:

MONO – Requiem For Hell
Um mal ganz ehrlich zu sein, sind MONO ja irgendwie so eine Band, die ich grundsätzlich mag, aber nicht wirklich dauerhaft verfolge, sondern bei der ich nur gelegentlich mal dazu stoße. Auf ihrem neuen Album scheinen die japanischen Postrocker passagenweise den Härtegrad ein bisschen anzuziehen, was gerade mir als metallisch geprägtem Gelegenheitshörer natürlich eher entgegenkommt.
Hoffentlich spielen die auch mal wieder passend in der Nähe…


   

PHANTOM CORPORATION - First Commandment
PC-Shouter Leffe kennt man von den Thrashern Dew-Scented. Hier macht er mit drei Kollegen auf Crust. 

Das Cover des Mini-Albums hat kein geringerer als Voivod-Drummer Away fabriziert. Da bin ich dabei!



SUMA – The Order Of Things
Hier hole ich gerne mal aus: Das selbstbetitelte Debüt-Album von SUMA war im Jahr 2003 ein zwar energisches, für sein Genre recht rasant und hart rockendes, durchaus sehr, sehr gutes, stilistisch dabei aber nicht wirklich weiter auffälliges Stoner-Rock-Album.
Auf dem 2006er „Let The Churches Burn“ schüttelten die Schweden dann den Kyuss-Sound ab und zeigten sich härter, kantiger, metallischer.
Auf dem Brocken „Ashes“ waren sie 2010 dann endgültig in sowas wie eher verschrobenen, massivst-brachialen Drone-Noise-Sludge-Doom-Gefilden angekommen.
Eine Entwicklungskurve, an der ich persönlich bisher großen Spaß hatte.
Mit „The Order Of Things“ ist nun tatsächlich endlich mal ein neues Album raus. Dass SUMA sich hierauf einen weiteren großen Schritt weiterentwickeln oder sowas hatte ich eigentlich nicht wirklich erwartet, und so ist es auch völlig okay, dass man sich in dem bei „Let The Churches…“ und „Ashes“ erarbeiteten ein bisschen weiter festsetzt.
Vor allem eher etwas avantgardistische Krachmacher wie Neurosis und Black Shape Of Nexus sind Paten für das, was SUMA hier machen; die generelle Dynamik erinnert mich passagenweise aber auch immer wieder mal an das Cavity-Überallbum „Supercollider“.
Ich finds geil:




OOZING WOUND – Whatever Forever
Diese Band hinterlässt mich ja immer wieder so ein bisschen hin- und hergerissen. Denn eigentlich sollte mit einem Bein im Thrash Metal wurzelnde Musik mit Schulterblicken Richtung Sludge’n‘Stoner und Neunziger-Noiserock plus einem Schuss Selbstironie etwas sein, das bei mir einen „könnte auch von mir sein“-Reflex auslösen müsste. Vielleicht habe ich aber inzwischen doch schon das Alter erreicht, in dem mich die Albernheit der Hipster-Jugend_von_heute eher abturnt als anspricht. Ich weiß es doch auch nicht… 

Rein musikalisch sind OOZING WOUND jedenfalls ziemlich okay, aber eben auch noch ein ganzes Stück von super entfernt.



ULTHA / MORAST
Ich verkneife mir hier jetzt mal alle Flokseln, die mir zum Thema Köln einfallen, und gebe nur trocken zu Protokoll, dass sich mit den Düster-Doom-Punks MORAST und der Black-Metal-Macht ULTHA die zwei zwingendsten Bands aus der Rheinmetropole derzeit eine Split-Single teilen, auf der sie BATHORY huldigen. 

Kann man machen!



außerdem:

40 WATT SUN – Wider Than The Sky
Während die britischen Doomster Warning anscheinend ein On/Off-Ding geworden sind, das gerade für das kommende Roadburn angekündigt ist, gibt’s von der Nachfolgeband 40 WATT SUN ein neues Album, das vom Metal noch weiter weg geht. Vielleicht ja ein guter Herbst-Soundtrack.

DARKTHRONE – Arctic Thunder
Anstatt den partiell doch recht ulkigen Kurs der letzten beiden Alben weiterzuverfolgen machen Fenriz und Nocturno Culto Schluss mit lustig und präsentieren sich wieder grimmiger.

HOBBS‘ ANGEL OF DEATH – Heaven Bled
Hell’s Headbangers veröffentlichen in letzter Zeit ja echt irgendwie alles, was als Metal der ganz kultigen Sorte aus der zweiten Liga von damals durchgeht. Dazu gesellt sich jetzt auch ein neues Album vom australischen Thrash-Opa Hobbs.

QUI - How To Get Ideas
Das Noiserock-Duo QUI erreichte den bisherigen Peak an Aufmerksamkeit als 2007 ihr Album „Love’s Miracle“ bei Ipecac Recordings erschien, auf dem sie sich mit keinem geringeren als Sänger David Yow (Jesus Lizard) zum Trio erweitert hatten. Auf dieser neuen EP steuerte Co-Produzent Dale Crover (Melvins) additionale Percussion bei. Ich werds mir zulegen!

WORMROT - Voices
Obwohl ich schon immer recht Grindcore-affin war, habe ich WORMROT aus Singapur ja all die Jahre eher stiefmütterlich behandelt. Vielleicht nehme ich ihr neues Album via Earache mal zum Anlass, das zu ändern…

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