Sonntag, 3. Juli 2016

Nur mal so: Hiesiger Hipster-Black-Metal

Das hier soll jetzt kein Hate-Post oder sowas sein, aber das Gewese, das alle Welt aktuell um SUN WORSHIP zu machen scheint, die ja mit ihrem aktuellen Album sogar in der „etablierten Metal-Presse“ sehr hohe Punktzahlen einfahren, kann ich ehrlich gesagt nicht so ganz nachvollziehen.
Ich habs gehört und finds okay bis gut. Aber es erzählt mir halt irgendwie auch nix, was Wolves In The Throne Room oder Altar Of Plagues nicht schon in mindestens genauso gut gemacht, wenn nicht sogar noch mal 1-2 Stufen weitergedacht und -gebracht hätten.
Bevor wir uns missverstehen: Ich will „Pale Dawn“ ja jetzt echt auch nicht schmälern. Was in dem Album mitunter an Intensität und Energie steckt ist durchaus beachtenswert und verdient Beschäftigung damit, die über 1-2 Schnupper-Anläufe hinausgeht. „Kompositorisch“ habe ich aber halt trotzdem direkt das Gefühl, dass hier eine Band konsequent einer Style-Herangehensweise folgt, die andere schon mit größeren Visionen zelebriert haben…


 

Dann gibt es da außerdem noch UNRU. Eine echt seltsame Band, die mir seit ihren Anfangstagen live immer wieder mal unterkam. Auf ihrem ersten vollwertigen Langspielalbum „Als Tier ist der Mensch nichts“, das letztens rauskam, ist der Sound so sehr ins schon regelrecht muffig-modrige gefallen, dass man ihnen nun wirklich nicht vorwerfen kann zu den Bands zu gehören, die diese Postrock-beeinflusste Numner ausreizen, wie sie von Deafheaven ad absurdum geführt wurde. Stattdessen ist im Stilmix der Ostwestfalen sogar eher ein todesmetallischer Schuss aus der Celtic Frost/ Tripytkon-Ecke hinzugekommen. Das Ganze ist schon ziemlich düster und derbe, sympathischer Weise auch schon mal um ‘ne Ecke mehr gedacht, aber so wirklich 100%ig packen will es mich nicht, obwohl es in der Summe der Teile eigentlich das Zeug dazu hätte. Go figure.

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