Freitag, 10. Juni 2016

Sumac- What One Becomes

Heute via Thrilly Jockey raus: „What One Becomes“, das zweite Album von SUMAC.
Das letztjährige Debüt besagten Trios, das sich aus Aaron Turner (Isis, Old Man Gloom, Mamiffer) an Gesang und Gitarre, Basser Brian Cook (Russian Circles, These Arms Are Snakes, Botch) und Schlagzeuger Nick Yacyshyn (Baptists) zusammensetzt, hatte ich bis zuletzt irgendwie eher ignoriert. Was vermutlich damit zusammenhängt, dass ich noch nie der größte Fan von Turner war, bzw. Isis mit ihrer insgesamt doch etwas sehr durchwachsenen Discographie in meiner persönlichen Musikrangordnung noch nie sehr weit oben gespielt haben.
„What One Becomes“ macht allerdings immerhin klar: Bei SUMAC hat sich Turner mit einer so starken Rhythm Section zusammengefunden, dass diese in einer ganz anderen Dimension unterwegs sind als andere seiner Bands.
Es scheint in der Tat auf das wirklich sehr versierte, dabei aber auch ziemlich hart knallende Drumming von Yacyshyn und den alles zusammenhaltenden Cook zurückzuführen zu sein (die entsprechend dicke Produktion tut ihr übriges), dass die zwischen chaotischen Lärm-Orgien und rabiatem Geballer manchmal etwas ziellos wirkenden Brocken von Mammut-Kompositionen irgendwie trotzdem Sinn ergeben. SUMAC sind irgendwas zwischen Doom/ Post-Metal, ausufernder Prog-Schlagseite und räudig-aggressiver Hardcore-Punk-Direktheit in einer Stilmelange, die jetzt auch kein Hexenwerk ist, aber eben auch keine völlig abgelutschten Pfade erneut abgrast.
Und das gefällt mir tatsächlich ganz gut. Zugegeben nicht unbedingt „Album des Jahres“-Kandidaten-mäßig gut, aber immerhin doch „kann man sich zwischendurch mal ‘n Durchlauf von durchlärmen lassen“-gut.


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