Montag, 30. Mai 2016

Freak Valley


MONOLORD beim aufziehenden Sturm...
Vergangenen Samstag war ich übrigens nicht beim Rock im Revier, um mir Suicidal Tendencies feat. Dave Lombardo anzusehen, sondern – steht ja in der Überschrift – zum zweiten mal beim FREAK VALLEY Open Air in der Siegerländer Pampa. Warum (mal wieder) nur Samstag? Aus diversen kleinen Gründen. Einer davon war dann doch recht deutlich, dass ich persönlich das Billing nur an diesem so richtig bestechend fand.
Los ging’s nämlich direkt auf der kleinen Frühstücks-Bühne mit POWEDER FOR PIGEONS, jenem australisch-deutschem Duo mit sexy Drummerin (äh,sorry), das im Gegensatz zu früheren Begegnungen noch mal einen Ticken an Härte, Tempo und  Wuchtigkeit zugelegt hat, was wirklich Spaß machte.
Zwischenzeitlich entpuppten sich unter dem ganzen Retro-Gerüssel Bands von den SNOWY DUNES (barfüßger Hobbitsänger mit Tamburin) bis THE GOLDEN GRASS (haben ‘ne gewisse The-Who-Kante!) alle als durchaus grundsolide und unterhaltsam, auch wenn ich davon nix zu Hause auflegen würde.
Bei BLACK LUNG war vor allem das Sabbath-Cover mit Instrumentenwechsel ganz spaßig, die insgesamt wenig bemerkenswerten aber okayen BLACK RAINBOWS wiederum schlossen versöhnlich mit einem MC5-Cover ab.
Gegen Ende wurds dann allerdings noch mal richtig gut: Der etwas orientierungslos wirkende FARFLUNG-Auftritt hatte eher was von ‘ner Bandprobe als von ‘ner Festival-Show, war musikalisch allerdings ganz geil. MONOLORD sind auf Dauer tatsächlich etwas, nun ja, monoton, allerdings macht ihr recht Electric-Wizard-mäßger Stoner-Doom  mit ultraknarzdröhnigem Sound durchaus ziemlich Spaß.
Danach brach dann erst mal ein Unwetter herein, wegen dem ich ROTOR hauptsächlich von unter einem Schirm überm Biertisch aus hörte und sah, aber der knackig-tighte Instrumental-Rock der Ossis macht Spaß.
ELDER spielten dann noch ihr aktuelles Album „Lore“ am Stück und das war zauberhaft. Ich konnte dann sogar nicht wiederstehen, das Teil direkt mit zunehmen, denn bei zwei 180g LPs plus CD (in Pappschuber mit dem tollen Coverartwork) für’n Zwanni kann man echt nicht meckern und die Band ist mir mit ihrer Musik, die hart Druck macht, eine optimistische Aura hat und es schafft, proggy-verschnörkeltes Geriffe in langen Songs catchy auf den Punkt zu bringen, dann ja doch ein bisschen ans Herz gewachsen.
Toll!
Ziemlich nass und müde habe ich mir die headlinenden Orange Goblin dann im Übrigen mal lieber geklemmt, da diese das eh nicht noch mal hätten toppen können…



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