Dienstag, 26. April 2016

Mouse on The Keys, Kuf, FZW

Sorry, aber ich habe es mal wieder versäumt Fotos zu machen, auch wenn es sich beim Headliner aufgrund der interessanten Beleuchtung gelohnt hätte… Nichtsdestotrotz hier mal eben der gestrige Konzertabend im Dortmunder FZW im relativen Kurzresümee:

Bei meinem Stolpern in den Laden kurz nach acht spielen die eröffnenden KUF aus „Berlin und Düsseldorf“ schon. Das Jungspundtrio macht irgendwas zwischen energischem Fusion-Jazz und Live-EDM, ist abwechslungsreich und kurzweilig, vertrackt und tanzbar, moderne Sounds vereinen sich mit einem Schulterblick zur Tradition. Das war ohne Scheiß ganz schön gut.
Davon, mir die aktuelle Vinyl-EP für’n Zehner mitzunehmen habe ich dann allerdings doch mal abgesehen, da sowas schlicht und ergreifend Musik ist, die ich als Hartwurst-sozialisierter Gitarrenkrachfetischist trotz meiner Vorstöße in elektronische und jazzige Gefilde zu Hause nur selten wirklich hören würde. Für interessierte sei allerdings gerne auf Bandcamp verwiesen: macrorec.bandcamp.com/album/kuf-odyssee

Nach kurzer Umbaupause dann MOUSE ON THE KEYS; zwei E-Pianisten und ein wirklich wilder Schlagzeuger. Das japanische Trio (dessen letztjähriges neues Album irgendwie bis gestern an mir vorbeigegangen war, obwohl ich das 2009er „An Anxious Object“ nach wie vor großartig und die 2012er „Machinic Phylum“-EP auch ganz brauchbar finde) kommt inzwischen auch etwas Elektronik-gestützt daher, besticht aber vor allem mit den rockig-jazzigen Nummern ganz ohne Ambience, bei denen sich Schlagzeuger Akira Kawasaki so richtig auslebt. Der Gute arbeitet mehr mit knallender Durchschlagskraft als wirklich technisch, aber es sitzt dennoch virtuos, und je weiter der Gig fortschreitet, desto sichtlich noch mehr Spaß hat er selbst. Hammertyp, der seinen Mitmusikern glatt ein bisschen die Show spielt, auch wenn jene ebenfalls immer wieder mal ziemlich wild abklimpernd an ihren Keys sitzen.
Cool war’s! Hat sich absolut gelohnt.


Außerdem interessant finde ich übrigens, dass das FZW bei dieser doch etwas spezielleren Musikveranstaltung auf einem Montag tatsächlich sogar einen ganzen Ticken besser besucht war als erwartet (da gewinnt man dann doch ein Stück Glauben an die Menschheit zurück) und dann auch noch Arbeitnehmern gegenüber allzu großzügig bereits um ca. zehn nach zehn zu Ende. Perfekt!

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