Donnerstag, 24. März 2016

Klassiker @Bandcamp: Neurosis

Länger keinen „Klassiker @ Bandcamp“ mehr gemacht. NEUROSIS feiern aber gerade ihr 30jähriges Jubiläum, was man dann wohl durchaus mal berücksichtigen kann.
Das Album, das am ehesten sowas wie mein spezielles Neurosis-Album wäre, wäre eigentlich das 1993er „Enemy oft he Sun“, welches (natürlich) ausgerechnet nicht bei Bandcamp ist.
Egal, denn „Souls at Zero“ (1992, Alternative Tentacles) bietet sich für den Einstieg eigentlich noch besser an. Dieses Album gilt als die Initialzündung für sehr vieles.
Vor allem „A Chronology for Survival“ ist ein totaler Wahnsinnssong.



Auf dem 1996er „Through Silver And Blood“ wollte die Band dann den hypnotischen Flow ihrer Musik und epischen Charakter eines Albums als Ganzes noch mehr hervorheben. Der teilweise sehr natürliche Stil der Band, der durch Folk-Einflüsse und Percussion-Einsätze viel Seele erhielt, wurde hier ein bisschen mehr in eine klanglich dichtere, krachigere Richtung gerückt.


Times of Grace“ – Ich kenne einen Neurosis-Fan, der es für ihr schwächstes Album hält und ich kenne 2-3, die es als das absolute Magnum Opus ansehen. Mein Liebling der Band war es nie, aber sie erreichten darauf einen Level an sperriger, komplexer Dichte, der seinesgleichen sucht. Und der berüchtigter Weise noch weiter v erdichtet werden kann, wenn man Times of Grace synchron mit „Grace“ hört, dem Zusatz-Album von Neurosis‘ Ambient-Noise-Alter Ego Tribes of Neurot.


Auf der „Sovereign“ EP, die sich ein musikalisches Thema mit dem vorangegangenen Album teil, begannen sie dann ihren (von Steve Albini großartigst eingefangenen) Sound etwas durchzulüften.


 A Sun That Never Sets“ ist dann wohl ein unter Fans nicht unumstrittenes Album, da es nicht mit dem Kopf durch die Wand geht, sondern auch schon mal mit bedächtigeren Arrangements und mehr Melodie tönt. Ich persönlich finds großartig, gerade auch wegen völlig ausufernden Songs wie „Falling Unknown“ und „Stones from the Sky“,


Es folgte ein gemeinsames Album mit JARBOE, die zu der Zeit auch gerne mal mit der Band auf der Bühne stand. Auch nicht schlecht:

 

The Eye Of Every Storm“ ist das NEUROSIS-Album, mit dem einige Fans bis heute nicht so ganz klarkommen. Ja, es ist glatter und ruhiger, wenn man das so bezeichnen möchte, aber es ist nichtsdestotrotz ziemlich groß, wenn man sich drauf einlassen kann. Bei mir dauerte es auch eine Weile bis zum Knackpunkt, aber inzwischen höre ich es wirklich sehr gerne.



Given To The Rising“ ist meiner Meinung nach sowas wie das am besten quintessenzielle Album, das NEUROSIS zu dem Zeitpunkt machen konnten. Auch dieses mag ich sehr!

 

Soweit. „Honor Found In Decay“ fällt, wenn man mal ehrlich ist, schon ziemlich ab. Was diverse Nebenprojekte und Solo-Alben einzelner Mitglieder betrifft, sparen wir uns das mal für einen weiteren Post auf.

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