Mittwoch, 30. März 2016

Bass, Bass, wir brauchen Bass

HORSE LATITUDES – Primal Gnosis
…erschien vergangenen Freitag.
Obwohl mich eine zugegeben nur im Vorbeigehen abgecheckte Roadburn-Show von HORSE LATITUDES seinerzeit nicht so richtig packen konnte, bin ich aktuell von „Primal Gnosis“ relativ begeistert. Möchte mich da jetzt eigentlich nicht zu lange dran aufhalten, aber die Atmosphäre, die von diesen Finnen mit zwei eben nicht bis zum Anschlag verzerrten Bässen über einem mal schleppenden, mal scheppernden Schlagzeug erzeugt wird, sucht seinesgleichen. HORSE LATITUDES spannen Bögen vom düster-sakralen Ritual bis zum Sturz ins Chaos und von Doom bis zu eigenwilligem Black Metal.
Eine der Überraschungen des bisherigen Jahres! Aber vielleicht geht mir dieses mit minimalen Mitteln maximal abwechslungsreiche Teil ja auch deswegen so gut rein, weil ich diese ganzen gitarreneffektüberladenen aber kompositorischen Nullnummer-Doom-Sludger, die man von links nur so um die Ohren gehauen bekommt (Cult of Occult und ähnlich überflüssiges Dröhngegröle) gerade ziemlich leid bin.
Haltet am besten mal selbst die Bandcamp-Seite/n der Band bzw. des Labels im Auge, ob das Teil da noch zeitnah online geht, denn ich kann mich auch nicht um alles kümmern…


MIKE AND THE MELVINS – Three Men And A Baby
…erscheint kommenden Freitag.
Die an diversen weiteren Stellen im Netz nachlesbare Entstehungsgeschichte dieses zum Großteil eigentlich 1999 angegangenen, aber erst jetzt finalisierten Albums selbst auch noch mal runter zu rattern erspare ich mir alleine deswegen, weil ich es schon ein mal getan aber dann einen Software-Absturz hatte. Daher zum wesentlichen: Nicht nur Kollaborateur Mike Kunka (vom Noiserock-Duo godheadSilo) und der damalige Melvins-Basser Kevin Rutmanis (Cows, Ex-Tomahawk, Hepa/Titus) spielen auf diesem Album Bass, sondern auch noch Buzzo, auch wenn der eine oder andere hier und da schon mal eher nach ‘ner Gitarre klingt. Außerdem macht Drummer Crover etwas, das man heutzutage außerhalb des Kontext irgendwelchen generischen Traditions- bis Death/ Black Metal-Krams auch nicht mehr alle Tage hört: Doublebass (16tel-Kickdrum-Gedonner)!
„Three Men And A Baby“ ist dabei zugegeben nicht unbedingt eines der herausstechenden Highlights der Melvins-Discographie, aber wenn man die Entstehungszeit bedenkt, passt es somit auch perfekt in die etwas strangere Epoche der Band von ca. Mitte 90er bis Mitte Nuller.
Einen Komplett-Stream gibt’s dazu wohl auch irgendwo im Netz, aber jetzt keinen Bock deswegen noch mal auf die Seite vom Rolling Stone zu gehen…
   

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