Donnerstag, 3. März 2016

AmRep Reissue (2): Cows - Cunning Stunts

Die dritte Platte im Bunde der ersten Welle von Amphetamine Reptile Records‘ Reissue-Großoffensive ist das fünfte der insgesamt neun Alben (von denen lediglich das erste nicht über AmRep erschien) von den COWS aus Minneapolis: „Cunning Stunts“ aus dem Jahr 1992.

Warum genau sich dieses im Common Sense der meisten Noiserock-Freunde anscheinend als ihr bestes etabliert hat, kann ich Euch dabei nicht mal so richtig beantworten. Eine genauere Analyse dazu vorm Kontext ihrer Gesamtdiscographie ist gar nicht mal so einfach. Was man wohl sagen kann ist, dass es verglichen mit der roh-punkigen Energie vorangegangener Alben doch etwas besser produzierter war, während die Band nach diesem Bergfestwerk in der zweiten Hälfte ihrer Schaffensphase musikalisch dann schrittweise eher noch mal einen Ticken weniger zugänglich wurde.
Die COWS waren nämlich schon ‘ne ziemlich eigensinnige Weirdo-Truppe, dessen Punk ähnlich wie der früher Melvins immer wieder mal in zäh-sludgeige driftete, genauso aber auch z.B. Gebrauch von Instrumenten wie einer Trompete machte.

Letzteres tut bereits der Opener „Heave Ho“, der dank der Doku The Color Of Noise (würde bereits soweit gehen, das als sowas wie meinen Lieblingsfilm zu bezeichnen) jüngst auch noch mal neue Prominenz bekam.
Das Album enthält übrigens mit „Midnight Cowboy“ dann auch noch einen Filmthema-Coversong, den sich im gleichen Jahr witzigerweise auch Faith No More auf ihrem Album „Angel Dust“ vornahmen.

Die Vinyl-Reissue kommt als blaue Platte und natürlich plus mp3-Download. Eine neue CD-Version gibt es für an diesem Format festhaltende Zeitgenossen ebenfalls.

Können wir nun auch noch Reissues der Vorgänger- und Nachfolgeralben kriegen, Mr. Hazelmyer?
Außerdem bin ich gespannt wie ein Flitzebogen, was AmRep im Verbund mit ihrem hiesigen Vertrieb H’Art als nächstes wiederveröffentlichen werden. Es wird da ja was von „Strap It On“ sowie „Scattered, Smothered & Covered“ gemunkelt…

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