Montag, 15. Februar 2016

AmRep Reissues (1)

Sie kamen generell mit ein bisschen Verspätung, aber sie kamen: Die ersten drei Reissues legendärer Veröffentlichungen von Amphetamine Reptile Records, die hierzulande neuerdings über H’Art vertrieben werden.
Dazu gehört das 1992er COWS-Meisterwerk „Cunning Stunts“, welches sich noch nicht in meinem Besitz befindet, aber ich erwäge hier auch noch einen Vinyl-Erwerb.
Die anderen beiden im Bunde, in meinem Besitz und meiner Dauerrotation:

HALO OF FLIES – Music For Insect Minds
HOF sind/ waren die eigene Band von AmRep-Betreiber Tom Hazelmeyer, benannt nach dem Song ‘71er Alice Cooper-Album „Killer“ (da selbst großer Coop-Fan finde ich das immer erwähnenswert).
„Music For Insect Minds“ ist eine ursprünglich 1991 als CD veröffentlichte Compilation aller 7“-Singles und 12“-EPs, die von HALO OF FLIES in den Jahren von 1986 bis ’91 veröffentlicht wurden. Dabei kann man im Übrigen ganz gut nachvollziehen, wie die anfangs noch deutlicher im Punkrock steckende Band nach hinten raus etwas eigenwilliger und wuchtiger wurde.
Mit der diesjährigen Wiederveröffentlichung ist dieses essenzielle Stück Punk/ Alternative/ Noiserock Musikgeschichte erstmals auch als Doppel-LP erhältlich. Dass die Aufmachung spitze ist, versteht sich bei AmRep inzwischen von selbst.
(Discogs)


 

v.a. - Dope-Guns-'N-Fucking In The Streets Volume 1-11 (1988-1998)
Eigentlich sollte ich es für Leser dieses Blogs zur Allgemeinbildung erklären, aber gerne disclaime ich noch mal eben die Eckdaten:
Unter dem Titel „Dope, Guns ‘n Fucking In The Streets“ veröffentlich
t(e) AmRep seit 1988 eine Reihe von Splitsingles, die dann später auch auf CD-Compilations gesammelt wurden. Auf der ersten waren die Grunge-Vorläufer The Thron Ups zu hören, auf der zweiten Spacerocker Helios Creed (Chrome), die dritte teilten sich die Cows und Surgery – beides Bands, die man wohl hierzulande gar nicht mal mehr so auf dem Schirm hat.
Zum weiteren Verlauf der Serie gehören Highlights wie ein in der damaligen Szene viel beachteter Mudhoney-Song und eine Tad-Nummer, die beide am Anfang des Seattle-Hypes standen, großartige Songs von Tar, God Bullies, The Jesus Lizard, Helmet, Melvins, Unsane, Hammerhead und der Österreichern Fetish 69. Noch deftiger wurde es mit Today Is The Day, auf der anderen Seite gibt es da aber auch noch andere Schlagseiten auffahrende Unikate wie Boss Hog oder den Fuzzrock von Love 666.
Nachdem die Serienabschnitte 1-3, 4-7 und 8-11 in Compilations zusammengefasst wurden, gibt es den kompletten Wahnsinn von 1988 bis 1998 nun wieder als Doppel-CD und Dreifach-LP (in verschiedenen Farben).
Und das ist ganz schön geil! Unfassbar supergeil sogar!
(Discogs)


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