Montag, 18. Januar 2016

Nadja, Scott Kelly, blabla

Vergangenen Samstag war es mal wieder Zeit für den obligatorischen Auftritt von SCOTT KELLY in der Dortmunder Pauluskirche, der nicht nur gefühlt, sondern tatsächlich alle zwei Jahre stattfindet, und wo ich den An- und Abmoderator auch  gleich mal korrigieren muss, dass es das bereits fünfte und nicht erst vierte mal war. Neben drei Solo-Gigs (einen tollen beim ersten mal, einen zwischendurch lauter werdenden und etwas anarchistischer anmutenden zum zweiten, einen dritten mit N als Support-Act) gab es nämlich vor zwei Jahren auch noch einen mit der Begleitband The Road Home.
Wie doch die Zeit verfliegt… Jedenfalls nix gegen Herrn Kelly (übrigens im Motörhead-Shirt), aber persönlich muss ich eingestehen, dass für mich beim fünften mal irgendwie ein bisschen die Luft aus der ganzen Nummer raus war, auch wenn sein mit „Fuck!“ kommentierter Verspieler gegen Ende sympathisch war.
Davor spielten allerdings NADJA, die der Hauptgrund meiner Anwesenheit waren, zumal ich die Ehepaar-Formation seit ihrem Auftritt beim Thumb’s Up ein bisschen für mich wiederentdeckt habe. An diesem Abend gab es von den beiden ein Rhythmus-freies Drone-Crescendo zu hören, das mich ein bisschen an einen  meiner Lieblings-Releases von ihnen erinnerte, nämlich die Lattitudes-Session „Sky Burial“, bzw. dessen „Jaguar“:  nadja.bandcamp.com/album/sky-burial


Allerdings gewann ich neue Erkenntnisse, die ich teilen muss: Nadja haben 2012 ein wirklich sehr gutes Album namens „Dagdrøm“ gemacht, bei dem sie von The-Jesus-Lizard-Drummer Mac McNeilly zum Trio erweitert wurden. Die entsprechende Schallplatte habe ich gleich mal mitgenommen, bei Bandcamp gibt es das Ganze auch: nadja.bandcamp.com/album/dagdr-m


Und ich habe noch einen Nachschlag: Es verwundert mich selbst, dass die Sache bis zuletzt an mir vorbeigegangen war, aber Nadja’s Aiden Baker hat ferner im gleichen Jahr einen Solo-Release rausgebracht, bei dem er nicht nur von McNeilly unterstützt wird, sondern außerdem u.a. ferner von dem Drummer der großartigen, derzeit leider nicht mehr so richtig aktiven Shora, Swans-Percussionist Thor Harris und keinem Geringeren als Ted Parsons – vor hundert Jahren mal bei Swans, danach bei Prong,  dann auch mal bei Godflesh und Jesu, kurz bei Killing Joke, zuletzt Metallic Taste Of Blood… - der ein alter Hero from back in the day von mir ist. Sachen gibt’s?!  Und das natürlich ebenfalls auf Bandcamp und es lohnt sich auch das Kleingedruckte dazu mal zu lesen: aidanbaker.bandcamp.com/album/the-spectrum-of-distraction

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