Donnerstag, 26. November 2015

Klassiker@Bandcamp

Kürzlich hatte ich eine spontane Eingebung: Zeiten, in denen nicht nur einzelne Künstler, sondern auch Label wie Relapse, Hydrahead, Neurot und co. ihren ganzen Back-Katalog (oder zumindest Teile davon) bei Bandcamp reinhauen, eignen sich hervorragend mit einer Blogpost-Serie Bands und Lieblingsalben wiederzuentdecken, die teilweise schon ein paar Jährchen auf dem Buckel haben.
Denn es erleichtert für Interessierte, die es neu entdecken sowohl das reinhören, als auch u.U. den etwaigen Erwerb.
Ein etwas verfrühter Adventskalender zwar, aber mal sehen, wie lange sich das Spielchen so spielen lässt, denn ich habe so einiges zu entmotten vor…

Anfangen möchte ich aus aktuellem Anlass mit einem noch gar nicht mal so alten Album, das ich kürzlich mal wieder rausgekramt hatte, und das zusammen mit Altar of Plagues‘ „White Tomb“ und (jaja, nicht lachen: ) Immortal’s „All Shall Fall“ zu einen, zum anderen aber auch Throbbing Gristle‘s „Third Mind Movements“ den Soundtrack meines Winters 2009/10 bildete: PYRAMIDS WITH NADJA (mehr dazu unter dem Bandcamp-Fenster).


 

Das in Berlin wahlbeheimatete Dronedoomgaze-Duo NADJA tat sich mit der ebenfalls verhältnismäßig experimentell und atmosphärisch veranlagten Band PYRAMIDS zusammen und man addierte noch eine Gästeliste wirklich namenhafter weiterer Mitwirkender (Namedropping: Cocteau Twins/ This Mortal Coil, Der Blutharsch, Mineral, Dysrhythmia/ Behold the Arctopus und Khanate!).
Das sich über vier lange Tracks erstreckende Ergebnis schlägt Bögen von sowas wie Radiohead zu drone-doomigen Gewummer und besticht mit einer unwirklich einnehmenden Atmosphäre. Eine kühle, dennoch wie in nahbar-melancholische Farbtöne getauchte Klangwelt, bei deren Entstehung beteiligt gewesen zu sein faszinierend gewesen sein muss.
Kein Partyalbum und auch kein Genrereferenzwerk, eben weil es ein wirklich ungewöhnliches, hochinteressantes, schwer komplett zu umfassendes Album ist.

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