Donnerstag, 22. Oktober 2015

ZG

Am vergangenen Dienstagabend spielten ZENI GEVA im Duisburger Djäzz, der wie man auf den Bildern sehen kann eine neue Tapete hat.
Kurz nach neun kam erst mal KK Null alleine auf die Bühne, ging noch mal zurück um sich einen Stuhl zu holen, setzte sich an Laptop und andere Gerätschaften, begrüßte das Publikum mit einem formalfreundlichen „Guten Abend“ und musste über die kollektive „N’abend!“-Erwiderung selbst schmunzeln. Es folgte eine gute halbe Stunde lang ein Potpourri aus Rauschlärm, Retrocomputerspiel-Geräuschen, durch den Fleischwolf gedrehten Break- und Wummer-Beats und verzerrten Vocal-Einlagen. KK Null selbst nickt im Takt, freut sich über gelungene Übergänge, wirkt fokussiert und gibt einen Protagonisten mit sympathisch-schrulliger Präsenz ab.
Nach einer kurzen Pause wird die Gitarre umgeschnallt und seine Band ZENI GEVA ist an der Reihe. Das japanische Urgestein eigenwilliger harter Musik irgendwo zwischen Noiserock und Extrem-Metal ist in seiner derzeitigen Inkarnation ein Duo und jazziger denn je: Drummer Tatsuya Yoshida (Ruins), der schon vor Ewigkeiten mal dabei war, hat es eher nicht so mit straightem Rockdrumming, sondern wirbelt über das ganze Kit, trommelt zwischendurch gar mal einhändig weil er parallel noch Orgel spielt, ist dabei in manchen Momenten zwar nicht 100%ig on point, was die wilde Performance aber gleich noch mal einen Ticken sympathischer macht. KK Null schrubbt auf seiner Gitarre rum, haut auch schon mal was in einen Loop um zweispurig zu schrammeln, und brüllt dazu ins Mikro.
Der Gig bleibt von der Spielzeit her eher etwas kompakt, was im Gesamtpaket aber okay geht.
War auf jeden Fall 'n ganz cooles Happening mit angenehmer Wohnzimmeratmosphäre! Ob da vielleicht doch auch noch mal ein neues Studioalbum kommt (das letzte ist inzwischen 14 Jahre alt) habe ich zu fragen vergessen, dafür aber immerhin ein neues T-Shirt…


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