Freitag, 18. September 2015

Neue Windhand, neue Christan Mistress

Ja, heute ist das dritte WINDHAND-Album via Relapse raus.
Die ersten beiden fand ich ja super, weil dieser Stoner-Doom-Metal mit warm-schmutzig-brodelndem Sludge-Sound, einem hypnotisierenden Sog von Riffing und charmanten, fast souligen und dadurch, dass sie auch schon mal einen Hauch danebenliegen umso sympathischeren weiblichen Vocals die Band musikalisch irgendwo zwischen Electric Wizard, Sleep und Acid King postiert und das Ganze einfach funktioniert.
Was allerdings zwei Alben lang sehr gut und auch mit einer gewissen Kompaktheit gelang, will mich auf „Grief's Infernal Flower“ nun irgendwie nicht in gleichem Maße kriegen. Dabei macht die Band gar im Grunde genommen nichts falsch, zumal sie weder das gleiche Album noch mal zu machen versucht, die notwendige Ausweitung an Gangarten (an der einen Stelle das doomige noch ein bisschen weiter ausloten, an anderer mal eine Ballade dranhängen) aber auch nicht gleich übertreibt. Genau das macht aus ihrem Drittwerk in meinem persönlichen Empfinden aber eine etwas unrunde, unnötige Sache. Mit grundsätzlicher Affinität zu dieser Art von Musik kann man sich das schon ganz gut anhören, aber das Bedürfnis, es noch mal zu tun, verspüre ich nicht wirklich. Was bei den Vorgängeralben anders war.
Schickes Cover allerdings!
Bandcamp: windhandva.bandcamp.com

Und wo wir schon von heute bei Relapse veröffentlichten Metal-Alben mit fast souligem Frauengesang reden, trifft genau das auch alles auf CHRISTIAN MISTRESS und deren „To Your Death” zu.
Auch wenn mir persönlich der Sound der Band seit eh und je ein bisschen zu sehr in die retrospektive Richtung von 70er-Hardrock und 80er-Metal im Sinne von Scorpions und co. schielt, ist sie nichts desto trotz eine ziemlich sympathische, die ihr Ding schon ziemlich gut macht und ferner auch live ziemlich tight rockt. Daher sei auch auf diese Veröffentlichung gerne hingewiesen.
Bandcamp: christianmistress.bandcamp.com

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