Dienstag, 29. September 2015

Dope Body – Kunk

Im Rahmen des, auch als Notiz an mich selbst zu verstehendem Noiserock-Rundumschlags hatte ich bereits auf die aktuelle Veröffentlichung von DOPE BODY hingewiesen. Inzwischen habe ich das Album in Dauerrotation und es macht mich im positiven Sinne total fertig.
Auch wenn ich die diese Woche erscheinende, neue Pigs noch nicht gehört habe, lege ich mich jetzt schon fest: „Kunk“ ist das Noiserock-/ „Indie mit Eiern“-Album des Jahres!
Wenn man will, dann kann man im Stilmix der Band rudimentäre Elemente von Sonic Youth, Killing Joke, Tea Party, Big Black und gar Nine Inch Nails finden, was als niedergeschriebene Vergleichsreferenzen meiner Meinung nach aber vom wesentlichen weg in die Irre führt.
Das wesentliche ist, dass die Songs von DOPE BODY hier einen clever-minimalistischen Ansatz verfolgen. Das völlig irre „Obey“ z.B. sagt einfach mal eben in drei Minuten alles. Das Schlagzeug pump-groovet dabei gleichförmig vor sich hin, Gitarrenlärm und Vocals durchlaufen eine Steigerung, sowas wie einen Refrain gibt es nur als einmaliges Finalgebrüll. Und das ist so geil, dass das meinetwegen auch gerne noch mal doppelt bis dreifach so lange weitergehen hätte dürfen, aber DOPE BODY haben in drei Minuten alles gesagt. Und ganz egal, ob es solche auf den Punkt gebrachten Songs sind, oder kleine Lärm-Intermezzi – irgendwie ist das hier wie Chaos mit Methode. Eingängig und abweisend zugleich, nicht selten gar tanzbar, aber dafür dann doch schon wieder zu entrückt und atonal.
Wahnsinnsteil!  
Label: www.dragcity.com


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