Samstag, 1. August 2015

Łinie - What We Make Our Demons Do

Was ich persönlich ja ehrlich gesagt absolut nicht nachvollziehen kann ist, warum ŁINIE mitunter in die Sludge'n'Stoner-Schublade gesteckt werden, bzw. sich da offensichtlich auch selbst ein bisschen zu sehen scheinen, denn damit hat ihre Musik wenig bis gar nichts zu tun, sieht man von dem einen oder anderen Moment hier und da ab, den man sich evtl. von Kyuss abgeguckt hat (Lake Of Fire), oder auch mal von Tool (No Ideal). Aber das sind nur vereinzelte Momente.
Auch dass sie von einigen Rezensierenden als ziemlich verschroben wahrgenommen werden verstehe ich nicht wirklich, aber vielleicht ist das bei mir auch einfach die Bürde der frühen Geburt.
Viel mehr erinnern mich  ŁINIE an die Alternative-/ Groove Metal-/ Crossover-Zeiten der 90er, an denen auch nicht alles so schlecht und peinlich war, wie es der gemeine True-Metaller und selbst einige Dabeigewesenen heute gerne darstellen würden.
Die Hamburger fahren eine ganz coole Mischung aus dicken Metal-Riffs, treibenden Midtempo-Grooves, brummenden und pluckernden Elektronik-Zusätzen und einem nicht zuletzt auch über die Vocals ein wenig mit Post-Punk-Regionen flirtendem Charme.
Was aus „What We Make Our Demons Do“ ein kurzweiliges Album macht, dessen Detailverliebtheit Anerkennung verdient und das sich weitaus weniger an irgendeiner Ecke anbiedert, als der Band selbst bewusst zu sein scheint.
Bandcamp: linie.bandcamp.com

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen