Montag, 20. April 2015

Roadburn 2015 (2)

Nach dem Donnerstags-Overkill gestaltete sich der Freitag dann wesentlich entspannter.  Obwohl ich von den isländischen Black-Metallern SVARTIDAUDI im Green Room und den BIG NATURALS im Cul de Sac leider nicht so wirklich viel mitbekam, weil der Andrang schon etwas zu groß war. Leider wurde ich von Trantüten meiner Reisegruppe ausgebremst.
FIELDS OF THE NEPHILIM mal ein bisschen gesehen zu haben war schon nett. EYEHATEGOD habe ich mir nicht mal komplett angeschaut, weil mir die Hitze und schlechte Luft im Het Patronaat ein bisschen zu viel wurde (außerdem habe ich sie in den letzten Jahr auch schon einige male gesehen. Robert Hampson, Wardruna, Enslaved und Profetus wurden mehr so am Rande mitgenommen, die Cul de Sac-Performances von DOWNFALL OF GAIA und MORTALS waren allerdings dann noch mal ganz cool, besonders letztere noch mal ein spätes Tages-Highlight.

Samstag ging mit ein bisschen BOTANIST los, was recht unterhaltsam war, um sich dann im Patronaat ACID WITCH komplett zu geben, die zwar nicht meinen Lieblingssong spielten (dessen Titel ich immer vergesse und daher das Riff summe: Dömdönm-döh-däh-döh-däh-döh-deh-Dömdönm-döh-däh-döh-deh-däh-Dömdönm-döh-däh-döh-däh-döh-duh-döh-duh-däh-deh-däh-duh-däh-deh). Nach 1-2 Songs ENSLAVED wieder rüber ins Patronaat zu TOMBS, die inzwischen eine andere Band sind: Mit dem Typen von Batillus (und Jarboe) an Keys und Co-Vocals und einer ganzen Fuhre bisher unveröffentlichter neuer Songs, die noch mal einen Tick deathmetallischer ausfallen. Was ist denn da los? War aber ganz gut. Von DARKHER's Stage01-Performance dann ebenfalls einen Song geguckt. War sehr gut, aber reichte dann irgendwie auch schon, denn nicht mehr so richtig gut stehen könnend brauchte ich mal 'ne Pause.
Der Tag endet mit URFAUST (seltsame Performance, will ich jetzt aber nicht im Detail vertiefen), den berüchtigten Sludge-Asis FISTULA (die der Knaller waren!) und noch ein bisschen ZOMBI, da jene zum Glück etwas überzogen (war super!), während die parallel angesetzten Fistula vorm Zeitplan fertig waren.

Der "Afterburner" am Sonntag bot BONGRIPPER (zwei Song-Epen von "Satan Worshipping Doom", zwei von "Miserable", war okay aber nicht mega) und Claudio Simonetti's GOBLIN mit einer 'Suspiria' Livesoundtrack-Performance (war supergeil!).
Auch ANEHTMA (gegen Ende mit Old School-Sänger auf der Bühne) und TERMINAL CHEESECAKE werden gecheckt und hier kommentarlos abgehakt.
Im Cul de Sac wollten mir GNAW THEIR TOUNGUES mit ihren Drumcomputer-Blastbeats nicht so wirklich zusagen, das Grande Finale in Form von TWEAK BIRD war allerdings der Wahnsinn: Es war der letzte Tag der Tour für die beiden (plus gelegentliche Sax-Unterstützung) und man hat's gemerkt.  Keine Ahnung, auf was genau die drauf waren, aber irgendwie waren die Jungs auf einem anderen Planeten unterwegs als die meisten anderen. Und gaben sich im Laufe des Gigs, während dem sie zwischen den Songs nur noch diffusen Unsinn redeten, auch noch einen Humpen nach dem anderen. Ziemlich unterhaltsam...

Nächstes Jahr wieder? Könnte sein!

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