Dienstag, 24. März 2015

Bla bla bla

Aus dem einen oder anderen aktuellen Anlass habe ich im Moment im Übrigen auch mal wieder eine etwas konservativere Rock- und Metal-Phase...

Von Früh- bis Spätwerken lief z.B. viel, nicht lachen, ALICE COOPER. Falls irgendwen meine persönliche Bilanz aktueller Erkenntnisse des Hörmarathons interessieren sollte:
Was die Alben der klassischen Bandformationen der ersten Siebziger-Hälfte betrifft, sind vor allem "Love It To Death" und "Billion Dollar Babies" überragend, "Killer" ist auch sehr gut, das partiell an "West Side Story" angelehnte "School's Out" aber irgendwie nicht ganz so gut gealtert.
Der Solokünstler-Einstand "Welcome To My Nightmare" ist immer noch großartig - das Jahrzehnt zwischen eben diesem und der 1986er Hardrock-/ Glam-Metal-Modernisierung "Constrictor" warf allerdings kein komplett zwingendes Album, sondern lediglich mal ein paar coole Einzelsongs (z.B. "Go To Hell") ab. Davon dennoch erwähnenswert: Das verko(r)kste "Blackout-Phase"-Album "Zipper Catches Skin" ist vielleicht trotzdem einen ganzen Tick besser als sein Ruf, und die Coverversion von Love's "Seven And Seven Is" in ihrer Skurrilität ebenfalls irgendwie cool.
Das 1986er "Constrictor" ist aus heutiger Sicht trotz greller 80er-Popigkeit vielleicht doch wesentlich besser gealtert als das schon 1991 leicht aus der Zeit zu fallen drohende "Hey Stoopid", während "Trash" (1989) unbestreitbar die reinste Hitfabrik ist.
Das 2000er "Brutal Planet" gehört zu den allerbesten Alben des Coops. Könnte ich auch 15 Jahre später immer noch in Dauerschleife hören. Das gleiche gilt für das eher 70er-mäßige "The Eyes Of Alice Cooper" (2003), während bei dessen Nachfolger "Dirty Diamonds" lediglich der bei Kyuss abgeguckte und um ein James-Bond-Moment erweiterte Titeltrack ein wenig besticht.
Die Kombination der beiden Erfolgsrezepte "makaberes Konzeptalbum" und "Spätachziger-Hardrock-Sound" machte aus "Along Came A Spider" 2008 ein weiteres sehr gutes Spätwerk Alice Coopers, während man von dem aufgesetzten und etwas zu bunt durcheinandergewürfelten "Welcome 2 My Nightmare" (2011) mit seinen Autotune-Unsäglichkeiten eher die Finger lassen sollte.
Tjoah. Noch Fragen?


Außerdem höre ich gerade viel ARMORED SAINT, weil ich mich aufs neue Album freue. Erwähnenswert an der Band mit dem allerbesten Rock-/Metal-Sänger der Welt ist, dass diese eben nicht zu den typischen "nach den ersten Alben kam nicht überragendes mehr"-Oldies gehört, sondern im Gegenteil eher nach hintenraus immer noch besser wurde.
Das 1984er Debüt "March Of The Saint" ist schon cool, die nachfolgenden Alben "Delirious Nomad" und "Raising Fear" durchaus schwer okay, so wirklich hitverdächtig im Quadrat wurde es aber erst auf "Symbol Of Salvation" (1991), dem soundmäßig druckvoll inszeniertem Comeback-Knaller "Revelation" (2000) und "La Raza" (ist das auch schon wieder fünf Jahre her? Wie die Zeit verfliegt...).


Als mich im Second Hand Plattenladen eine LP von NUCLEAR ASSAULT, die ich noch nicht besaß, für kleines Geld anlachte, musste ich da dann mal zuschlagen und generell die alten NA-Schinken mal wieder hören. Was waren NUCLEAR ASSAULT - von Basser Danny Lilker nach seinem Rausschmiss bei Anthrax gegründet - eigentlich back in the day für eine unfassbar geile Band? Was die Thrash Metal-Essentials "Game Over" (1986), "Survive" (1988) und "Handle With Care" (1989) heute noch an wild-jugendlicher Energie ausstrahlen ist nämlich kaum zu fassen.

That's all.

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