Sonntag, 28. Dezember 2014

Slughog

  „Unterschätzte Schätzchen wieder rausgekramt“: 
Über SLUGHOG weiß ich ehrlich gesagt nicht viel mehr außer dass Basser/ Sänger Andrew Schneider dieser Tage nicht nur als Produzent, sondern außerdem mit den supergrandiosen Pigs aktiv ist, deren Rest sich aus dem Dunstkreis der Noiserock-Götter Unsane rekrutiert.
Mit SLUGHOG veröffentlichte der Gute neben ein paar Kleinformaten 1995 das Album „Grit! und 1998 das zweite und letzte namens „Ungodly Amounts Of Meat“.
Warum diese beiden Teile eine wenig beachtete Fußnote im Noiserock-Bereich blieben ist mir ein absolutes Rätsel, denn SLUGHOG konnten alles.

Da wo Unsane oder die Cutthroats 9 zwar schon Andeutungen chaotischen Hardcores zeigten, dabei aber meist doch in geordneten Bahnen blieben (siehe auch Helmet), da erlaubten es sich SLUGHOG immer wieder mal völlig frei zu drehen.
Während das erste Album dabei zwar schon etwas verspielt daherkommt, aber dennoch  weitgehend direkt auf die Fresse geht, groovet das zweite passagenweise auch schon mal verquer um die Ecke.
Gerade „Grit!“ ist dabei aus dieser Richtung wohl eines meiner absoluten Lieblingsalben, während ich es verwunderlich und schade finde, dass bei all dem immer wieder mal als sagenumwoben hervorgehobenen AmRep-Kram etc. niemand was über die Größe SLUGHOGs wissen möchte.
Wenn Euch eine der CDs (nein, auf Vinyl gabs das nie) jedenfalls mal zufällig in einer Kramkiste unterkommen sollte – sofort mitnehmen, die Dinger sind rar (Marketplace fährt mal wieder völlig verträumte Phantasiepreise auf). Und – noch viel wichtiger – saugeiler Lärm.
(Bilder: Von Discogs geklaut) 


 

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