Dienstag, 9. Dezember 2014

Morgoth…

Wieder ein mal habe ich derzeit nicht wirklich die Zeit und Energie so ausführlich zu bloggen, wie ich eigentlich würde (schenkt mir mehr Tagesstunden zur freien Verfügung!), aber zum aktuellen Umstand „Morgoth haben sich von Frontmann Marc Grewe getrennt, stattdessen ist jetzt Disbelief’s Jägger am Mikro“ möchte ich dennoch mal eben folgende Punkte festgestellt haben:

1,)  Okay, Karsten Jäger alias Jagger ist stilistisch und stimmlich an „greifbaren“ Typen, die man immerhin schon aus einer anderen Band kennt, tatsächlich die erschreckend logisch auf der Hand liegende Wahl. Kann man zur Situation durchaus mal so stehen lassen. Aber: U.a. gerade auch wegen der Stimme wurden Disbelief schon in der Vergangenheit immer wieder mit Morgoth verglichen, weswegen die ganze Nummer ja schon irgendwie was on Ripper Owens in Kreisligadimensionen hat…

2.) ändert das außerdem nichts daran, dass Disbelief, wie ich hier schon 1-2 mal festgestellt habe, leider (
leider!) schon so lange so weit übern Zenit sind, dass ich dazu fast schon zynisch den „Wer?“-Kalauer auspacken möchte, was diesen Personalwechsel ein ganzes Stück unspektakulärer macht, als man ihn vielleicht aufgebauscht zu kriegen hofft.

3.) Wenn die verbliebenen beiden Sauerländer Kartoffeln wie sie im Buche stehen Originalmitglieder meinen, sie würden ohne ihr eigentliches Aushängeschild als „prolific“ genug wahrgenommen werden, dass diese Aktion Sinn macht, leiden sie aber echt mal unter ziemlicher Selbstüberschätzung. Das ist jetzt nur noch ein Trademark mit anderem Sänger, den man eigentlich von woanders kennt.

Es gibt jetzt also wirklich nach dem letzten von '96 (!) bald ein neues Album unter gewohnten Bandnamen, aber ziemlich spontan mit besagtem Neufrontmann? Dazu dann auch noch eine weitere Rutsche Festivaltour als Quasi-Coverband mit ein paar neuen Songs?
Sorry Leute, aber das ist, gerade auch auf diesem Level, jetzt alles wirklich schon ein bisschen grotesk. Man mag das auf Seiten von Band, Management und Plattenfirma aus der Not zur Tugend vermutlich anders sehen wollen, aber ich möchte die Notwendigkeit dieses Unterfangens hier doch jetzt mal stark anzweifeln
.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen