Sonntag, 28. Dezember 2014

2014er Weihnachtsferien-Resterampe

Bei Erscheinen ignorierte Veröffentlichungen, die es nun doch noch mit in die Jahresendspurt-Playlist geschafft haben oder zumindest mal testgehört wurden (to be continued):

EARTH - Primitive And Deadly
Ich bin ja echt nicht der allergrößte EARTH-Follower, habe dann jetzt aber doch mal 1-2 Ohren beim aktuellen Album riskiert. Jenes gefällt mir vor allem deswegen ganz gut, weil es im Gegensatz zum signifikanten und in meinem Umfeld seinerzeit allgegenwärtigen Minimalismus-Geplänkel von „The Bees Made Honey in the Lion's Skull” ja doch wieder ein bisschen mehr in Richtung Doom neigt, partiell sogar mit Vocals (einer der Gaststars: Mark Lanegan!) daherkommt. Diese wohlig-warme Atmosphäre ist allerdings tatsächlich das i-Tüpfelchjen von EARTH, das man von anderen Bands so nicht kennt. Gefällt!

Bandcamp: earthsl.bandcamp.com/album/primitive-and-deadly

IN MORPHEUS' ARMS - Invisible Scope
Zugegeben, aufgrund seiner Frauenstimme mit in Richtung Jahrtausendwenden-Goth (Gathering, Lacuna Coil) schielender Progrock/ -Metal ist eigentlich nicht sooo mein Ding. Ich möchte jedoch trotzdem zur Kenntnis geben es sehr schade zu finden, dass sich die niederrheinischen IN MORPHEUS' ARMS mit Release dieses sehr starken Albums auflösen. Denn das Teil ist echt gut und hätte wirklich das Potenzial gehabt, ein größeres Publikum zu erreichen. Wirklich groß qualitativ entfernt von etwa aktuellen Opeth ist man damit nämlich nicht, ganz im Gegenteil.
Bandcamp: inmorpheusarms.bandcamp.com/album/invisible-scope


MOE - 3
„Noisy punk influenced rock from Norway. Not to be confused with Metal.“  lautet die Selbsteinschätzung von MOE, einem Trio mit gleichnamiger Bassistin und Krächzerin. Ich persönlich bin mir auch nach mehreren Durchläufen immer noch nicht sicher, ob ich diesen primitiv-räudigen Noiserock mit mittelschweren Sludge-/ Drone-/ Doom-Tendenzen interessant finde oder eher doch nicht so brauche. Sagt vielleicht auch was darüber aus.
Soundcloud: soundcloud.com/moepage


OPIUM WARLORDS– Taste My Sword Of Understanding
Dass ich zuletzt einen mittelschweren bis ganz schlimmen, immer wieder mal flashbackenden Reverend Bizarre Dauerrotations-Trip hatte (wenn irgendjemand an einer Lobhudelei zu dieser Band interessiert sein sollte, so möge er oder sie es in den Kommentaren äußern, und ich setzte die Tage vielleicht tatsächlich mal zu einem entsprechenden Blogpost an, bzw. wer etwas gegen diese Verbindung einzuwenden hat möchte nun sprechen oder für immer schweigen), brachte mich dazu u.a. auch endlich mal OPIUM WARLORDS zu checken, das Soloprojekt des bizarren Reverend Sami Hynninen alias Ancient Fisherman alias Sir Albert Witchfinder.
„Taste My Sword Of Understanding“ ist das zweite Album seines OPIUM WARLORDS-Warlords-Projekts für Svart Records, welches einen interessanten Mittelweg aus Drone-Ansätzen und dem Doom Metal
wagt, den man vom Reverend und dem „Übergangsprojekt“ The Purtian gewohnt war.
Ich finds gut!
Label-Bandcamp: svartrecords.bandcamp.com/album/taste-my-sword-of-understanding
Auch das Vorgängerwerk mit dem Wahnsinnstitel „We Meditate Under The Pussy In The Sky“ findet man im Übrigen beim Bandcamp von Svart: svartrecords.bandcamp.com/album/we-meditate...
Außerdem das letztjährige Folk-Soloalbum seines ehemaligen RevBiz- und nach wie vor Orne-Bandkollegen Kimi Kärki, wo wir schon mal dabei sind: svartrecords.bandcamp.com/album/the-bone-of-my-bones


WRECK AND REFERENCE – Want
Fast wäre mir durchgegangen, dass es auch was neues von WRECK AND REFERENCE gibt, jener stilistisch gar nicht mal so leicht einzutütenden Truppe, die irgendwo zwischen Noiserok,  Drone, Postpunk, experimentellem Metal, und was einem sonst noch so dazu einfallen mag, etwas sehr eigenwilliges macht. Interessant an W&R sind die Kontraste: Auf infernalisch harsches Getöse mit verzweifeltem Geschrei folgt eine getragene Nummer mit Klavier-Einsatz, während man auch Ansätze von Ambient und Jazz ausmachen kann.
Nach wie vor eine der im positiven Sinne seltsamsten Bands derzeit.
Bandcamp: wreckandreference.bandcamp.com/album/want

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