Dienstag, 18. November 2014

Live gesehen…

Und schon wieder hake ich die letzten beiden Konzertbesuche lieblos im Schnelldurchlauf ab:
Donnerstag letzter Woche verschlug es mich im Auftrag einer anderen Publikation in die eher ungeliebte Bochumer Matrix. Hauptsächlich weil NAPALM DEATH als Special Guest der headlinenden HATEBREED in der Matrix aufspielten, und ich Barney Greenway, dem Frontmann der „Godfathers of Grind“ bei der Gelegenheit mal ein paar O-Töne zum kommenden Album entlockte.
Später ging er mit NAPALM DEATH Punkt acht Uhr auf die Bühne und man bretterte eine komplette Stunde lang Knaller wie „Breed to Breathe“, „Taste the Poison“, „When All is Said and Done“, „On the Brink of Extinction” und, besonders geil,  „Self Betrayal” von der „Greed Killing” EP runter.  Dass sie am Folgetag in Oldenburg sogar mal wieder „Greed Killing” selbst auf der Setlist hatten und ferner die unglaublich geilen Mörser Vorgruppe waren, macht mich allerdings ein wenig neidisch auf die Oldenburger Crowd. Anyway, war ‘n geiler Gig!
Was HATEBREED betrifft: Nun ja, da sind die Fans halt teilweise schlimmer als die Musik (das beste waren diese beiden aufgedonnerten, kettenrauchenden Debil-Wuchtbrummen, die während ND die ganze Zeit pseudolasziv schlangentanzten und zwischen den Songs auch noch wie beim Popstar-Konzert laut quiekten), die zwar stumpf ist, aber doch viel mitreißenden Groove hat, was man schon eingestehen können muss.
Einen Tag später verschlug es mich, wiederum im Auftrag eines Schwermetallfachblatts, am frühen Abend ins Oberhausener Helvete, wo 1349 und zwei Vorbands spielen sollten.
Die erste Vorband fiel wie ich vor Ort erfuhr dann auch gleich aus, womit ich erst mal ‘ne Stunde Leerlauf mit betrinken überbrücken musste (ja, ich habe mich mal wieder aus Langeweile besoffen, da gibt’s nix dran schönzureden). Die dann irgendwann mal startenden ATENA fand ich mit ihrem überhaupt nicht zum Headliner passenden Djent-Bollercore dann sogar eigentlich ganz geil.
Bei 1349 hätte dann kurz fast das Helvete gebrannt und abgesehen von einer etwas sperrigeren Nummer ihrer experimentellen Phase (ich glaub‘ es war „Serpentine Sibilance“) konzentrierte man sich natürlich auf Knüppel-Songs, während Ambient-Stücke aus der Konserve die  Songpausen überbrückten (Huhu, Omega Massif, das meinte ich, so macht man das!). So unterm Strich war’s ganz cool, aber irgendwie wird man das Gefühl nicht los hier eine Band zu erleben, die - nachdem einige Veröffentlichungen durchaus in der Gerne-Oberliga mitspielten („Liberation“ und „Hellfire“ sind schon geile Black Metal-Alben, da gibt’s nichts) und man eine experimentelle Phase hinter sich brachte (auch „Revelations of the Black Flame“ hat absolut seine Momente!) – irgendwie gerade vom Zenit kommt.

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