Montag, 30. April 2012

Wochenendresümee

Ganz schön wat los, im Pott, ich sach et Euch.
Am vergangenen Freitag fand mal wieder einer der Abende von DENIOVALI RECORDS in der Bochumer Christuskirche statt. Die Gründe, warum ich diese Veranstaltungen mag, und daher auch gerne aus Prinzip mit meinem Eintritt unterstütze, selbst wenn das gebotene Programm dabei auch schon mal nicht so ganz meine größte Herzensangelegenheit ist, sind inzwischen vielfältig. Z.B. mag ich es durchaus, die Woche an einem Freitag Abend damit ausklingen zu lassen, meinen Hintern auf einer Bank zu parken, um tiefenentspannt die durchs Gemäuer wabernde Musik (häufig) mit Ambient-Qualitäten auf mich wirken zu lassen. Besser kann man nicht runter-, aber trotzdem vor die Tür kommen.  Abgesehen davon sind auch diese Abende inzwischen zu kleinen Musiknerd-Familientreffen geworden, auf denen man sich kennt, in den Pausen ein bisschen socialized und fachsimpelt, und dabei ohne Eventpublikum mit Szeneplatzhirschen schön unter sich ist.  Und dazu gibt es dann das gute Schlegel, das in seiner Wirkung nicht ohne ist, so dass man zu Hause dann auch gut schläft.
An diesem Abend sollte THISQUIETARMY als Drone-Solokünstler eröffnen, was mir ganz gut gefiel. Der Industrial-eske Sound gegen Ende, gepaart mit etwas Rhythmus im Ambient/Noise-Dickicht, das hatte was.
Vom Trio AUN hatte ich mir etwas mehr versprochen, aber irgendwie war das Ganze etwas lahm.  Überhaupt finde ich diese Nummer, wie Musiker mit Instrumenten um einen Tisch rumstehen, auf dem sie an allerlei Geräten rumdrehen, und irgendwie nicht mehr so ganz nachvollziehbar ist, was da vorgefertigt aus der Konserve kommen mag, und was in dem Moment live entsteht, seit den letzten 1-2 gesehenen Nadja-Auftritten etwas ermüdend. Aber egal.
Als Headliner gab’s dann noch die SAMUEL JACKSON FIVE. Und die finde ich ja per se weder schlecht, noch begeistern sie mich übermäßig.
Trotz allem, so verhalten das klingen mag, ein netter, kurzweiliger Abend.

Am nächsten Tag stand das jährliche ROCK IN DEN RUINEN in (neuerdings) Dortmund-Hörde an. Pflichtbesuch, weil: KILLING JOKE spielten auf. Unglaublich, da habe ich mir bis 2012 Zeit gelassen, diese großartige Band endlich mal live zu sehen, und dann gleich zweimal in einem Monat .
Bei meiner Ankunft am Gelände fangen PETER PAN SPEEDROCK gerade an. Deren Rotzrock eine nette Angelegenheit ist, um in den Tag zu starten.
Danach die Reunion der Dortmunder „Punklegende“ THE IDIOTS um Sir Hannes. Gibt’s nichts zu meckern, das war schon unterhaltsam.
KILLING JOKE überzeugen danach, wie schon beim Roadburn, mit einem im ersten Drittel etwas lahmen, im Gegensatz zum Roadburn ohne weitere Zwischenfälle stattfindenden Set, der mit so manchem persönlichen Highlight gespickt war (Asteroid, The Great Cull, The Wait, Pandemonium). Schön.
PHILLIP BOA & THE VOODOOCLUB überraschten dem folgend vor allem damit, neben dem Standard „This is Michael“ auch die Voodoocult-Metalnummer „Albert is a Headbanger“ im Programm zu haben. Derweil nervt uns ein älterer Herr im Volbeat-Shirt damit, was denn da gerade für eine Schwuchtel auf der Bühne stehen würde. Geh kacken, Alter. Bin ja beileibe kein Boa-Fan, aber Deine schon nach einem Sommer totgedudelte Proleten-Knöldelschmetterscheiße kannste Dir echt mal hintenrei….
SAXON habe ich mir nicht gegeben. Bei allem Respekt für Altrocker, aber da war ich nie Fan, muss es nicht mehr werden, und die Band nicht auch noch mal sehen.
Und wer sich diesen lieblosen Tagebucheintrag jetzt tatsächlich bis hierhin durchgelesen hat, wird auch noch damit bestraft, dass es zum Abschluss kein Schlussfazit, keine zusätzliche amüsante Anekdote, und auch keine Pointe oder sowas gibt. Hier ist jetzt Ende. Einfach so.

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