Sonntag, 8. April 2012

Rorcal


Manchmal denkt man, dass in einer aktuell angesagten Substilecke langsam mal alles gesagt ist und sämtliche Klischees durchexerziert wurden, da taucht dann auch gerne mal unverhofft eine Band auf, die genug Frische und Originalität mitbringt, doch noch über einen Anstandsapplaus hinaus zu begeistern.
Die Rede ist von RORCAL, auf die ich vor einem Jahr schon mal hingewiesen habe. Jene spielten vergangenen Karfreitag (!) in der Baracke zu Münster.
Hatte man supportende Jungspunde aus Gießen mit Selbsteinschätzung „Blackened Hardcore“ bei ihrem Live-Debüt hinter sich gebracht, entpuppten sich die Schweizer als regelrechte Offenbarung. Und als ziemliche Überraschung, denn damit, dass sie neben dem Zeitlupen-Vorschlaghammer in Form von wuchtigen, lärmigen Dronedoom-Eskapaden auch zum anderen Extrem neigen, immer wieder auch längere, irgendwo zwischen Grindcore und Black Metal angesiedelte Blastbeat-Massacker rausfeuern, hatte ich nicht gerechnet. Mit einfachsten Mitteln effektiv unterstützt durch Nebel und Stroboskop, mit einem sehr fähigen Schlagzeuger, und mit einem Frontschreier, der sich eher gut ins Kollektiv einfügend in Szene setzt, als die totale Rampensau zu machen.
Sehr, sehr geil! Auf das nächste Album dieser Band bin ich nun wirklich gespannt wie ein Flitzebogen und kann nur jedem empfehlen, sich das live mal zu geben!

rorcal.tumblr.com/


(Foto-Credit: El Lukerino)

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