Donnerstag, 19. April 2012

Bongripper!

Besser spät als nie: Bei Release hatte ich „Satan Worshipping Doom“ von BONGRIPPER zwar schon mittelschwer auf dem Schirm gehabt, dann aber doch irgendwie durchs Raster fallen lassen anstatt zuzulegen, zumal ich den Namen der Truppe etwas zu albern fand, und gerade auf noch eine instrumental-doomig-epische Band nach all den Tides, Pelicans, Omega Massifs, Year Of No Lights, 5ives, Lentos, und so weiter, und so weiter keinen Bock hatte.
Da das Quartett aus Chicago allerdings nicht nur alle o.g. Bands mit einem Fingerschnipp wegbläst, sondern beim diesjährigen Roadburn Festival auch den meisten anderen aufspielenden Kollegen gewaltig die Show stahl, ist Nachholbedarf da.

Eine Besonderheit an B
ONGRIPPER: Ihre Alben kann man, anstatt über Zwischenhändler, nur bei ihnen direkt bekommen, und sie sind dann auch besonders schmuck aufgemacht.
So ist das Artwork von „Satan Worshipping Doom“, wenn man die Schallplatte in Händen hält, auch schlichtweg der schiere Wahnsinn:



Was BONGRIPPER auf diesem Album mit vier Tracks in einer Stunde sehr gut gelingt ist, die einfachsten Bausteine so zusammenzusetzen, dass man es in der Theorie nie so gut beschreiben könnte, wie es sich in der Praxis dann tatsächlich anhört („zu Architektur tanzen“).
„Satan Worshipping Doom“ hat einen unfassbar geilen Sound. Drückt, dröhnt, treibt, brodelt, rockt. Atmosphärisch und massiv. Eigentlich simpler Kopfnicker-Metal, der in epischen Arrangements, die aber nie die Grenze zu “Post-“-Träumereien überschreiten, zu mehr wird.
Beste Stelle: Wenn der ‚Satan‘-Track (der Reihe „1. Hail 2. Satan 3. Worship 4. Doom“) erst überraschend mit einem Blastbeat-Part loslegt, um diesen dann so gelungen in einen Groove zu bremsen, dass man vor Freude quieken möchte. Kriegen viele Black Metal- oder Deathgrind-Bands, die sowas eigentlich en masse exerzieren, so lässig nicht hin.

In diesem Sinne: Worship Doom!

www.bongripper.com
bongripper.bandcamp.com

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