Donnerstag, 23. Februar 2012

weed smoking unemployed hipster trash

Dass COBALT-Sänger Phil McSorley beruflich beim US-Militär dient, ist keine so neue Info. Als er dafür vor einiger Zeit bei Fox-News‘ Comedy-Talk mit gelegentlicher Rock/Metal-Affinität „Red Eye“ schon mal betont auf die Schulter geklopft wurde, haben wir ja erst mal nur ein bisschen die Augen verdreht. Ansonsten erst mal no big deal.
Nachdem es aber neulich schon mal auf Facebook Militärskandal-bezogene Andeutungen aus dem COBALT-Umfeld gab, die uns leicht Zähne knirschend machten, muss man nun mal ganz direkt über ein Interview mit Herrn McSorley reden, das jüngst veröffentlicht wurde (Link).
In jenem ordnet er u.a. seine politische Weltanschauung äußerst vage dem nietzscheanischen Motiv „the overman and the underman“ zu, stellt sich dabei als „Löwe“ und einen Großteil der Allgemeinheit als „too stupid“ hin, beschimpft Involvierte der „Occupy Wall Street“-Bewegung (unter Hinzunahme eines weiteren, losen Zitats aus „Also sprach Zarathustra“) pauschal als „weed smoking unemployed hipster trash“, sowie Zeitgenossen, die seiner Arbeit als Löwe beim traditionsreichen, mächtigem US-Militär kritisch gegenüberstehen (den offensiven Tonfall, um den es dabei konkret ging, jetzt mal außen vorgelassen), im übertragenen Sinne als so etwas wie Weltverbesserungs-/ Gutmenschen-„Loser“.

Ja puh. Es ist wirklich schade um die gute Musik, zu deren Einflüssen McSorley in der Vergangenheit aus irgendwelchen diffusen Gründen u.a. auch Hunter S. Thompson aus dem Barett zog. Aber jemand, der sich auf derart verdreht-überhebliche Art auch noch mit Stolz als so ein, auf gut Deutsch, vollverblödetes Arschloch outet, kann sich seine Gospel-Hidden Tracks und Hemingway-Coverbilder gerne mal hintenreinwuppen.
„C.S.”!

1 Kommentare:

Bendrix hat gesagt…

Bekanntermaßen gibt es beim Militär ja keine Loser. :D