
…reichte mir als Anlass, der Band doch noch mal eine Chance zu geben. Und, wie das nun mal so ist, wenn man über so einen Aufhänger an ein Musikalbum gerät … nun ja, ich sage es mal ganz offen, GIANT SQUID und ich werden wohl in diesem Leben nicht mehr die größten Freunde.
Lyrisch mit komischen Konzepten über Meeresbiologie unterwegs, hat „The Ichthyologist“ dabei ja durchaus ein paar nette Momente. Und das sind diese kleineren Auffälligkeiten, wie ein herrlich verzerrter Basssound oder gelungenes Ghostnote-Drumming. Die härteren Momente des Albums gehen natürlich generell ganz gut rein. Problematisch wird’s allerdings bei pathetisch ausladenden Gesangsarien, die manchmal südosteuropäisch-folklorisch anmuten und sogar dementsprechend Streicher- und Bläser-unterstützt werden. An manchen Stellen erinnern die Vocals dabei sogar an System of a Down.
Ich habe keine Ahnung, wie die anderen Veröffentlichungen der Band so ausfallen, aber hier scheint auf dem Weg von Doom Metal zu Prog-/Art-/Post- Rock irgendwas schiefgelaufen zu sein, und ich möchte jetzt nicht erst noch den überstrapazierten Begriff „überambitioniert“ bemühen. Schade eigentlich, aber das ist dann wohl doch eher nix für mich …
Fans von Kram wie maudlin of the Well und Kayo Dot, Her Name Is Calla und Blueneck, Sleepytime Gorilla Museum, der aktuellen Opeth etc. sollten aber vielleicht mal ein Ohr riskieren.

2 Kommentare:
Ich find die ja ganz gut. Wobei mir je nach Tagesform der Gesang auch ab und zu auf den Sack geht. Vor allem wenn es an SOAD erinnert.
"Schlecht" sind die auch nicht. Aber hier zeichnete sich, zumindest bei diesem Album, doch recht schnell ab, dass ich wohl eher keine Lust habe, mir das irgendwie weiter schönhören zu wollen. Gerade auch eben wegen den SOAD-Gesangsmomenten.
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