... hinterließ mich das Blättern durch die druckfrische Ausgabe des RockHards mal wieder etwas amüsiert.
KORN z.B. langweilen mit dem typischen Geblubber, mit dem jede Band in dieser Größenordnung zu einer aktuellen Platte um die Ecke kommt. Allerdings ist die todernste Begeisterung, mit der Gitarrist Munky über die Zusammenarbeit mit Elektromucker Skrillex berichtet – was von Vielen von außen ja eher als eine zwar nur logische aber eben doch höchst alberne Sache belächelt wird, zumal gerade Skrillex den prolligen Kirmesgeboller-Ableger des Dubstep-Genres repräsentiert – etwas, das die ganze Chose in der öffentlichen Wahrnehmung ja doch schon ein bisschen in Richtung „Lulu“ rückt.
Um richtungsweisende Kooperationen und ein bisschen Größenwahn geht es auch im Gespräch mit AMEBIX' Rob Miller. Jener ist genervt von den ewigen Vergleichen zwischen der aktuellen Comeback-Platte seiner Band und dem Sound der legendären Postpunker/ Industrial-Rocker/ Alternative-Metaller Killing Joke. Was ihn zur waghalsigen Äußerung bringt, dass nicht Amebix wie KJ klingen würden, sondern sich im Gegenteil die früher weniger harten Killing Joke, mit dem Schlüsselmoment mal kurz Dave Grohl als Studiodrummer dabei gehabt zu haben, über die Jahre so dem Metal angenähert hätten, dass diese inzwischen nach Amebix klängen.
Mein lieber Rob: Sehen wir mal davon ab, dass schon dem 1980er Debüt Killing Jokes genauso metallische Eigenschaften nachgesagt wurden (während Eure erste EP erst zwei Jahre später rauskam), wie dem 10 Jahre später erschienendem „Extremities, Dirt & Various Repressed Emotions“, so war der Meilenstein für den heutigen KJ-Sound ganz klar das 94er „Pandemonium“. Die Sache mit Grohl passierte erst neun Jahre, also fast eine Dekade später, und knüpfte lediglich weiter daran an. Mach doch bitte zumindest Deine Hausaufgaben richtig.
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