Dienstag, 3. Mai 2011

Kleiner Review-Roundabout ...

... der mit einer klassischen Doom/ Heavy Metal- und einer Death Metal-Scheibe aus dem Hause Metalblade Records (Thänx Reissi!), sowie der Alternative/ Whiteboy-Hip Hop-Ikone kaum bunter ausfallen könnte:

VOMITORY - Opus Mortis VIII
Was ich schon beim letzten Album der Schweden festgestellt habe, hält eigentlich immer noch an: So richtig Bock hatte ich auf „konventionellere“ Bands aus der Death'n'Grind-Ecke in den letzten 2-3 Jahren irgendwie nur selten mal. VOMITORY sind da allerdings nach wie vor eine der Ausnahmen der Regel. Schweden-Death mit Old School-Wurzeln, räudiger Grindcore-Kante, und dieses mal bei 2-3 Songs noch mehr denn je durchschimmernden Slayer-Anleihen. Bemerkenswert außerdem die druckvolle und herrlich dreckige Produktion, die recht transparent viel Luft lässt. Gefällt mir!

PENTAGRAM – Last Rites
PENTAGRAM ist eine der ältesten Untergrund-Bands der Heavy-Metal-Geschichte. Die 1971 gegründete und mit Unterbrechungen bis heute bestehende Band aus Woodbridge, Virginia (USA) spielt einen von Black Sabbath beeinflussten Doom Metal.“ (History bei last.fm)
In so einem Fall hat selbst ein Retroverächter wie ich mal Bock auf nostalgische Legendenverehrung. Und wenn es denn schon mal „klassischer Rock“ sein soll, bei dem das Bier schmeckt, dann kann man den hier nehmen. Zeitgemäß-satt in Szene gesetzt präsentiert sich die Truppe um Bobby Liebling in sehr guter Form und hat dabei tatsächlich auch den einen oder anderen kleineren Hit im Gepäck. Ich habe jedenfalls beileibe schon langweiligere Rock/ Metal-Scheiben der ganz alten Schule gehört, Däumchen hoch!

BEASTIE BOYS - Hot Sauce Committee Part Two
Sie hat 1-2 Anläufe gebraucht, die neue BEASTIE BOYS, entpuppte sich dann aber doch noch wie gehofft als der ideale Sommer-Autofahr-Soundtrack.
Im Prinzip könnte ich es mir eigentlich auch sparen, da überhaupt was zu loswerden zu wollen, aber wenn selbst das britische Terrorizer Mag (!) voller Lob ist, für „die Hip Hop-Band für Leute, die eigentlich keinen Hip Hop hören“ (Zitat anonymer Netzuser), dann kann ich Früh90er-Alternative-Bastardkind da natürlich nicht mit meiner eigenen Meinung hinterm Berg halten.
Die allgemeine Inszenierung von „Hot Sauce Committee Part Two“ hat jedenfalls nicht nur ordentlich Funk intus, sondern auch einen Sound mit ordentlichen Ecken und Kanten. Was vermutlich der Grund ist, warum ich das Album nach wie vor nicht als so ein Feuerwerk der guten Laune empfinde, wie ich es erhofft habe, zumal vordergründige Feger der Marke 'Sure Shot“ hier kaum auszumachen sind. Dennoch haftet der Scheibe so eine angenehme Zeitlosigkeit an – das Gefühl, noch mal mit alten Bekannten zu feiern, ohne dass dabei peinliche Jugendsünden zu verklärt aufgewärmt werden, oder man vollkommen ironiefrei und distanzlos in alte Verhaltensmuster zurückfällt. Und was, wenn nicht das, will man denn sonst eigentlich von einem BEASTIE BOYS Album anno 2011?

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