Montag, 2. Mai 2011

Hull

Freunde von Bands wie
Baroness, Mastodon, Kylesa, Neurosis, Sleep, Shrinebuilder, Electric Wizard, Ramesses, Ancestors, Buried Inside, Rwake, Bison B.C., Ufomammut, Rorcal u.ä.
sollten jetzt mal aufhorchen, denn:
Mein Kumpel L., seines Zeichens leidenschaftlichster Connaisseur für vor allem Doom/ Stoner/ Sludge -Sounds, pries mir kürzlich HULL als „die kommenden Baroness, Mastodon“ an. Bei so viel Enthusiasmus musste ich das Ganze dann natürlich mal checken.
Was ihren 2009er Longplayer „Sole Lord“ betrifft hält sich meine persönliche Begeisterung zwar noch in Grenzen, aber die ausbaufähigen Ansätze sind da. Auf besagter Scheibe, deren 10 Tracks eher ein Gesamtwerk als eine Ansammlung einzelner Songs bilden, treffen Prog-/ Psychedelic-/ Stoner Rock(!)-Passagen in epischer Herangehensweise auf wuchtigen Doom, dreckigen Sludge-Metal und einen Hauch von Punk-Flair. Die Parallelen zu Baroness (aber auch z.B. zu den Ancestors, sowie ein bisschen Neurosis) sind tatsächlich nicht von der Hand zu weisen, was sowohl die Vocals, als auch die ausufernden Instrumental-Parts betrifft. Man wird hier allerdings das Gefühl nicht los, einen Release zu hören, der noch ein paar Frühstadium-Kinderkrankheiten in sich birgt.
Was mich allerdings richtig gepackt und geflasht hat, ist ihre ursprünglich aus 2005 stammende, letztes Jahr wiederveröffentlichte (und überarbeitete?) 1-Song EP „Viking Funeral“. Ja meine Herren. Fast 17 Minuten lang ziehen sie sämtliche Register vom relaxten Psychedelic Jam bis zur rotzigen Uptempo-HC-Attacke. Räudig, kickend, dennoch melodiös. Und auch hier: Mag „Sole Lord“ eine gewisse Parallele zu jüngeren Baroness-Sachen aufweisen, erinnert „Viking Crown“ tatsächlich auch ein wenig an deren Frühwerke a la "Second EP".
Zugegeben, man kriegt von dem Teil nicht wirklich etwas, was man nicht schon mal so ähnlich gehört hätte. Aber: Das Gesamtpaket stimmt. „Viking Funeral“ hat Feuer,einen kompakt aneinandergereihten Output vieler toller Ideen, und trotz Hirn noch mehr Herz und Hose.
Auf die kommende Scheibe dieser Band bin ich dann ja doch sehr gespannt. Da könnte uns evtl. nämlich ganz schön was ins Haus stehen.

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