Mittwoch, 30. März 2011

Ulver und so ...

Kurze Bestandsaufnahme des gestrigen Konzertabends in der halbvollen Bochumer Matrix: Dass ULVER eine seltene Gelegenheit ist, die man mal wahrnehmen muss, is‘ klah. Dass der Ticketpreis auch daran gemessen dennoch ein klein wenig über die Grenze war, sollte man aber auch mal erwähnen dürfen. Aber ja, ich habe ihn bezahlt, und das nicht wirklich bereut.
Es ist wohl zu verschmerzen, dass der Onemanshow-Supportact ZWEISS so überpünktlichst anfing, und seine Noise- und Klo-Performance dann auch so ziemlich zügig durchzog, dass mein Kumpel und ich ihn zufällig exakt abgepasst verpassten. War weder so geplant gewesen, noch waren wir wirklich nennenswert spät dran, aber da hatte man so, bei der gemütlichen Anreise von nebenan, nun wirklich nicht mit gerechnet.
Der Headliner stand dann auch tatsächlich Punkt halb neun auf der Bühne. Hat man nicht alle Tage, und lobe ich mir. Der geneigte Zuschauer wurde Zeuge einer Show mit viel Material vom (auf Vinyl auf Tour erhältlichem, auf CD erst Mai kommendem) aktuellen Album. Viel Ambience, viel Piano, visuelle Leinwandrückendeckung, eine kettenrauchende Band, ein echt guter Drummer, ein mit irgendeinem Handgerät Elektrolärm fabrizierender Mastermind Garm, und ein zwischen Keyboard, Bass, Gitarre, (Co-)Vocals und Weinpulle hin- und herwechselnder Daniel O'Sullivan (auch bekannt durch seine Mitwirkung bei Guapo, Æthenor, Mothlite, Sunn O))), Chrome Hoof u.a.). Nach ca. 55 Minuten war erst mal Schluss, die Band kommt aber noch mal für einen Encore auf die Bühne: Das „Perdition City“-Highlight ‘Hallways of Always‘ in einer in die Länge gezogenen, schon ziemlich geilen Version. Danach ließ man sich erst mal weiter bitten, bevor feststand, dass es das dann doch war. Seien wir mal ehrlich: Ein bisschen mehr als das Gebotene hätte es schon sein dürfen, und/oder fünf bis zehn Euro Eintritt weniger. Aber ich habe auch schon langweiligere Konzerte gesehen.

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